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  • Otto-Werner SeilerDatum04.05.2022 22:31
    Foren-Beitrag von kassandro im Thema Otto-Werner Seiler

    Am 1. Mai 2022 gab es im Rahmen des Hannover 96 Renntages eine Gedenkfeier:

  • Sie siegt weiter, weiter, immer weiter:



    https://galopponline.de/news/internation...zuschauerrekord

  • Als Ittlinger Sonntag bezeichnete GOL den Renntag. Zuerst ein Sieg im Bavarian Classic (Gruppe III) und dann zwei Listensiege in Hannover mit India und Stella. Am Samstag davor hatte der Ittlinger Hengst Danelo bereits einen Ausgleich II über 1400 Meter in Mülheim unter Höchstgewicht gewonnen, und auch ihm traue ich einen Aufstieg in die Blacktype-Klasse zu, wenn man sich anschaut, wie schwach die Konkurrenz auf dieser Distanz ist.
    Auffallend das schwache Abschneiden der favorisierten Ausländer, die mit wesentlich besseren Formen an den Start gingen als die von Henri-Alex Pantall insbesondere in der zweiten Saisonhälfte fast ständig über den Rhein entsandten Stuten. Aber Formen sind eben nicht alles. Pantall bereitet offensichtlich seine Stuten gewissenhaft mit einer ausgefeilten Logistik auf die Blacktype-Expiditionen vor, während andere doch die deutschen Rennen unterschätzen oder nicht ernst nehmen.
    Der irische Gast Emilie Gray zeigte zwar einen guten Turn of Foot, aber der Angriff kam letztlich zu spät. Insgesamt hinterlies die Schimmelstute einen ziemlich unwirschen Eindruck. Immerhin schaffte sie mit einem 2. Platz das kleine Blacktype, aber das hätte sie wohl auch in Irland irgendwann geschafft. Schon von einem Desaster muss man beim Auftritt der hoch favorisierten franz. Gaststute Wildwood im Listenrennen über 2000 Meter sprechen. Sie spielte eigentlich nie eine Rolle im Rennen und verfehlte mit einem 4. Platz selbst kleines Blacktype. Sie hatte gegenüber den vor ihr platzierten deutschen Pferden auch noch einen Jahresstart vorraus. Der sichere und doch etwas überraschende Sieg von India dürfte der Hannover Trainerin Janina Reese nicht so gefallen haben, wurde doch India im Vorjahr von ihr trainiert. India lief auch unter ihrer Regie nicht schlecht und errang kleines Blacktype. In der Diana lief sie dann mit einem 10. Platz nur mittelmäßig und war seitdem nicht mehr am Start. Jetzt zeigte sich India unter der Regie von Waldemar Hickst noch einmal deutlich gesteigert und von ihr darf man heuer noch einiges erwarten. Solche Steigerungen mit vier Jahren sind bei Adlerflug-Nachkommen fast schon normal, aber für Janina Reese ist das trotzdem ein Nackenschlag. Mit India könnte dasselbe passieren wie mit der Ittlingerin Liberty London. Sie war dreijährig ein gutes Pferd bei Hans-Jürgen Gröschel, kam dann vierjährig zu Hickst und steigerte sich dort vor allem fünfjährig ganz gewaltig.
    Zwischen den beiden Listenrennen dann das offensichtlich nicht nur quantitativ gut besetzte Maiden-Rennen für dreijährige Stuten Hier warf die dreijährige Brümmerhoferin Agneta durch einen sehr lockeren Sieg ihren Hut in den Diana-Ring, aber das haben in der Vergangenheit schon viele getan und bis zur Diana fließt noch viel Wasser die südlich vom Grafenberg gelegene Düssel hinunter zum Rhein. Agneta ist heiß gezogen, wie ich so schön sage. Sie entstammt dem ersten Jahrgang des phantastischen Almanzor, der bislang in der Zucht noch nicht so recht überzeugen konnte. Insbesondere scheint er kaum Frühreife zu vererben. Almanzor ist wiederum der bislang beste Nachkomme von Wootton Bassett, den ich im Gegensatz zu Herrn Baum nun überhaupt nixht ausstehen kann. Wootton Bassett gewann als Zweijähriger alle seine 5 Rennen und floppte dann fürchterlich als Dreijähriger. Coolmore hat ihn 2020 offenbar als Outcross zu der extrem vom Galileo-Danehill-Cross geprägten Stutenherde. Er stammt aus der Mr. Prospector Hengstlinie, die wie die von Danehill als heißes Fliegerblut Steher-Stuten mit einer vehementen Beschleunigung auf der Zielgerade aufpeppen soll. Bei Almanzor ist das hervorragend gelungen, aber auch er war vierjährig schon weg vom Fenster. Diese bei der Galileo-Danehill-Kombination häufig beobachtete mangelhafte Nachhaltigkeit ist die Kehrseite dieser Zuchststrategie. Ich glaube nicht, dass Coolmore mit Wootton Bassett aus der Sackgasse herauskommt, in die sie sich hineingezüchtet haben. Beachtlich auch das Abschneiden von Kira Kascheks Kalea in dem 2000 Meter Maiden-Rennen. Sie wurde wie Agneta auch nur mit den Händen geritten und hatte auf der Zielgerade kein so einfaches Rennen. Trotzdem ein 4. Platz nur 2,5 Längen hinter der überlegenen Siegerin. Sie hat einen sehr freundlichen, unkomplitzierten Charakter und hatte überhaupt keine Probleme mit dem Umfeld eines zuschauerstarken Renntages. Ich denke, dass sie schon beim nächsten Renntag In Hannover ihre Maidenschaft ablegen kann. Im Stall von Andreas Bolte, der sich eher durch seine die Handicaps hochlaufenden alten Haudegen als durch gute Dreijährige einen Namen gemacht hat, wird sie jetzt erhöhte Zuwendung erfahren und das sollte sie weiter voran bringen, wobei sie in den Maiden-Rennen weiter nur mit Händen geritten werden sollte. Kalea ist zwar nicht heiß aber doch intelligent gezogen. Ihre Mutter ist eine rechte Schwester zur Listensiegerin Koffi Angel und hinter ihr steckt der sehr erfolgreiche Soldier Hollow-Platini-Nick. Die Mutter hat mit der Koffi Lady auch eine Halbschwester von Samum, die ein Hürden-Listenrennen in Bad Harzburg gewann (da war ich sogar dabei). Da ist es dann mehr als naheliegend die Mutter mit einem anderen Monsun-Sohn zu paaren. Es kommt da in Deutschland leider nur noch Protectionist in Frage. Hinzu kommt schließlich der erfolgreiche Cross zwischen Soldier Hollow und Monsun, ich erinnere nur an den großatigen Pastorius. Das passt also alles sehr schön zusammen. Wegen ihres unproblematischen Charakters wäre Kalea auch als Reitpferd gut geeignet, aber ich denke, dass sie eine sehr gute Chance hat, sich als Zuchtstute zu qualifizieren, wo sie dann aber auch weiter regelmäßig geritten sollte, damit sie nicht so vergammelt wie praktisch alle Mutterstuten. Selber ein Bewegungstier hab ich nach durch einen Unfall erzwungenem Bewegungsmangel erfahren, welch unerfreuliche Konsequenzen dieser hat. Letztlich war das 2000 Meter Rennen gegenüber dem von mir empfohlenen 1600 Meter Rennen doch die bessere und vor allem aussagekräftigere Wahl. Das 1600 Meter Rennen wiederum wurde von der glänzend gezogenen Protectionist-Tochter Desposita überzeugend gewonnen. Sie wurde von Röttgen mit keinen Nennungen für bessere Rennen ausgestattet, scheint aber für solche durchaus geeignet zu sein. Insgesamt auch ein guter Tag für Protectionist. Seine Tochter Amazing Grace belegte einen guten 3. Platz in einem Gruppe III Rennen in Longchamp.

    Hier der Link zum Livestream:
    https://www.youtube.com/watch?v=RmO3finlR7M

    Presseerklärung des Rennvereins.

  • Thema von kassandro im Forum Galoppsport und Vollbl...

    Viele Zuschauer, aber wenige Starter - so könnte man das Motto des morgigen Tages umschreiben. Dank einer großen Autogrammstunde des Fußballvereins werden Morgen viele Zuschauer kommen. Wegen der vielen gleichzeitigen Veranstaltern, die sich ein begrenztes Pferdekontigent teilen müssen, haben wird für Hannoveraner Verhältnisse dieses Mal ungewöhnlich wenige Starter. Für Leipzig und Hannover ist der 1. Mai ein Traditionstermin. Jetzt hat sich aber auch noch München mit dem Bavarian Classic und Mülheim am Samstag hereingedrängelt. Immerhin gibt es zwei Listenrennen für Stuten mit 6 bzw. 7 Startern, wobei 3 Starterinnen aus dem Ausland kommen, eine Stute sogar vom legendären irischen Trainer Dermot Weld, der im letzten Jahr noch die grandiose Tarnawa für den Aga Khan trainiert hat. Es kann nur die Sucht nach Blacktype sein, die seiner Emilie Gray den weiten Weg nach Hannover hat antreten lassen. Sie wird sicherlich die Favoritin im zweiten Listenrennen über 1600 Meter sein. Am ehesten könnte die formkonstante Stella dem Gast den Sieg streitig machen. Wenn die Brümmerhöferin Libre zur Form des vergangenen Jahres zur vergangenen Jahres zurückkehren würde, könnte auch sie ein Wort mitreden. Der unberechenbaren Shila aus dem Formstall von Markus Klug traue ich ebenso eine Überraschung zu wie der unverwüstlichen, von Rennen zu Rennen immer stärker werdenden Mülheimer Perle.
    Im ersten Listenrennen über 2000 Meter haben wir ganz noblen Besuch aus Frankreich zu Gast, Sentimental Mambo von Deep Impact aus der Stacelita von Monsun. Stacelita gewann ihrerseits den Prix de Diane und den Prix Vermeille und zwei Gruppe I Rennen in den USA. Sie vertritt den Schönbrunn-Zweig der Schwarzgold-Familie. Frankel verdankt ihr seine erste Gruppe I Siegerin überhaupt. Besitzer ist kein geringerer als Teruya Yosida. Der wird Morgen aber wahrscheinlich nicht vor Ort sein. Blacktype hat Sentimental Mambo bereits zweijährig schon erworben. Den Sieg traue ich ihr Morgen aber nicht zu. Favorit dürfte eine andere Stute aus Frankreich sein, die sehr formbeständige Maxios-Tochter Wildwood. Wenn Whizzair sich von ihrem schlechtem Saisondebut in Hoppegarten gesteigert hat, dann könnte auch sie ein Wörtchen mitreden. Auch die sehr formbeständige Scalo-Tochter Accola hätte endlich einen Listensieg verdient.
    Zwischen beiden Listenrennen dann das einzige quantitativ gut besetzte Rennen, ein Maiden-Rennen für Stuten über 2000 Meter. Große Bäume hat noch keine der 12 Starterinnen ausgerissen. Nur eine Starterin hat überhaupt mehr als ein Rennen bestritten, 5 geben gar ihr Lebensdebut. Eine davon ist die Protectionist-Tochter Kalea unserer Pressesprecherin Kira Kaschek. Als Betreuerin von Protectionist kam natürlich nur er als Vater ihrer aus der Darbovenschen Koffi-Linie stammenden Stute in Frage. Die Stute hatte einige Entwicklungsprobleme, man sollte also nicht zu viel von ihr erwarten. Irgendwie verwandt mit einem Pferd unserer früheren Pressesprecherin Susanne Born ist Albert Woestes Debütantin Lydia, wie Borns Landslide von Adlerflug aus einer Golan-Tochter. Leider verunglückte Landslide, nachdem er langsam sich steigerte, Einge Bilder von ihm zur Erinnerung. Wenn die Quote stimmt, könnte Lydia meine Wette werden. Ihre Mutter ist eine rechte Schwester des Gruppe-platzierten Lindner und Halbschwester zu Woestes Lindentree, der immerhin Zweiter im Union-Rennen war und auch im Derby ordentlich lief. Wegen der gewaltigen Erlaubnis von 5 Kg kommt als Wette auch die vor Ort trainierte Tai Chi Tochter Manhattan Queen in Frage. Sie bringt zudem ein gutes internationales Pedigree mit. Von den erfahreneren Stuten traue ich Adlerpracht einiges zu.
    Beginnen tut der Renntag mit dem Otto-Werner Seiler - Erinnerungsrennen, gewidmet dem Anfang des Jahres verstorbenen Gradseigneurs des Rennvereins. Es handelt sich um ein Maiden-Rennen für Stuten über 1600 Meter. Favoritin dürfte die bereits zwei Mal in Hannover gestartete Brümmerhoferin Kodiac-Tochter Balvany sein. Herr Baum hat heuer gleich mehrere zugekaufte Kodiac-Tochter auf der Bahn. Sie sind für ihre Frühreife bekannt, was sich allerdings bei den Brümmerhoferinnen nicht so richtig bewahrheitet hat. Persönlich wird ich deshalb eher den beiden Klug-Pferden den Vorzug geben. Da ist zum einen die Schlenderhanerin Iglesia aus einer Halbschwester zum guten Ibicenco und dem noch besseren Irian. Der großartige Irian war ein Tertullian-Sohn, da macht es dann Sinn seine Halbschwester mit dem Tertullian-Sohn Guiliani zu paaren. Ihr Debut in Düsseldorf im letzten Jahr war mit einem 3. Platz von 4 Startern allerdings nicht so prickelnd, aber die Schlenderhaner sind nicht für Frühreife bekannt. Gar Debütantin ist die Protectionist-Tochter Desposita aus der Röttgener D-Linie. Ihre sehr gute Mutter ist die 1000 Guineas-Siegerin Diacada, Tochter des sehr guten Fliegers Cadeaux Genereux. Sie hat weder eine Nennung für die Diana noch die 1000 Guineas bekommen. Man erwartet also nicht viel von ihr und weiß wohl auch nicht wohin die Reise geht. Generell macht es auch für Steher Sinn über eine kürzere Distanz zu debütieren. Man überfordert das Pferd nicht und kann die Grundschnelligkeit besser bewerten. Mit der ebenfalls von Protectionist stammenden Euphorie klappte diese Überlegung vergangene Woche in Krefeld sehr gut. Auch bei der späteren Diana-Siegerin Palmas, wo man sich des Stehvermögens sehr unsicher war, ging man diesen Weg und sie debütierte im letzten Jahr im selben Rennen. In Hannover kommt hinzu, dass die 2000 Meter Startstelle vor den Zuschauern ist, was die Nervositiät steigert, insbesondere wenn da dann auch noch ein graumähniger Photograph herumeiert. Die 1600 Meter Startstelle ist dagegen am See, weit weg von den Zuschauern. Ich hab deshalb auch Frau Kaschek empfohlen besser in diesem Rennen zu starten, wo es auch nur 7 Starter gibt.
    Last but not least gibt es dann noch ein Maiden-Rennen über 1200 Meter, in dem ausnahmsweise auch Mal die Hengst mitmischen dürfen.Klare Favoritin sollte trotz Aufgewichtes die Brümmerhofer Kodiac-Tochter Evangelista sein. Ansonsten gibt es nur mehr oder minder dünn besetze Handicaps, besonders jämmerlich der Ausgleich III über 1400 Meter mit nur 5 Startern. Die Wettumsätze werden Morgen trotz vieler Zuschauer niedrig bleiben.

  • Lord Leoso und Manfred OmmerDatum22.04.2022 03:47
    Foren-Beitrag von kassandro im Thema Lord Leoso und Manfred Ommer

    Über solche Besitzer kann man nur den Kopf schütteln:
    https://galopponline.de/news/galopp-news...hselt-iffezheim
    Kann man der alten Besitzerin, die das Pferd gerade mal 10 Tage besessen hatte, Charakterlosigkeit vorwerfen, so muss man dem neuen Dummheit bescheinigen, reißt er doch das Pferd aus dem Stall heraus, der momentan auf einer bemerkenswerten Erfolgswelle schwimmt, und dem Lord Leoso sein Comeback zumindest teilweise verdankt. Schade, dass das tolle Pferd in die Hände solcher Besitzer gefallen ist.

  • Hannover 18.04.2022 - VGH-RenntagDatum20.04.2022 07:43
    Foren-Beitrag von kassandro im Thema Hannover 18.04.2022 - VGH-Renntag
  • Hannover 18.04.2022 - VGH-RenntagDatum19.04.2022 08:45
    Foren-Beitrag von kassandro im Thema Hannover 18.04.2022 - VGH-Renntag

    Die Offenbarung des Tages war sicherlich Gedöns im 8. Rennen, einem Kategorie E Rennen über 2000 Meter. Den hat Familie Renz offembar zu früh verkauft. Kein Hengst zeugt spätreifere Pferde als Jukebox Jury, aber er vererbt auch sehr viel Stehvermögen, was für die Flieger-verseuchten Linien gar nicht so schlecht ist. Er wurde viel zu früh, schon zweijährig, und auch dreijährig viel zu oft auf die Bahn geschickt. Das war für seine Entwicklung nicht gerade förderlich, aber er hat sich über den Winter trotzdem prächtig entwickelt. Er wird jetzt in den Handicaps hochlaufen. Ich freue mich schon ihn wieder zu sehen.
    Ich war damals noch im Galopperforum der Erste, der Jukebox Jury als Deckhengst-Flop bezeichnete und wenige Monate wurde er dann auch in die National Hunt Wüste geschickt. Das war ein voreiliges und falsches Urteil, auch wenn Spätreife nicht gerade eine gewünschte Eigenschaft ist. Seine Töchter und Söhne kommen meist erst mit 4 Jahren so langsam in Schwung.
    Toll entwickelt über den Winter hat sich auch die Protectionist-Tochter Rose of Anpak. Im selben Rennen wurde sie gute Zweite. Sie war letztes Jahr noch eine Vollkrampe. Auch der selber frühreife Protectionist zeugt eher späte Pferde, nicht so späte wie Jukebox Jury, aber man tut ihnen nichts gutes, wenn man sie zweijährig auf die Bahn scheucht.

  • Hannover 18.04.2022 - VGH-RenntagDatum19.04.2022 08:26
    Foren-Beitrag von kassandro im Thema Hannover 18.04.2022 - VGH-Renntag

    Sun at Work hieß der zehnjährige Areion-Haudegen, der den Ausgleich I gewann und mit seinem Namen für das grandiose Wetter stand. Hier der gemeinsame Livestream mit Köln:


    Mir schien an diesem Tag auch das Wettglück in besonderer Weise. Im 4. Rennen, einem Ausgleich III über 1800 Meter, hab ich auf Mykonos wegen des niedrigen Gewichts gesetzt. Warum sie Gregor Baum so früh verkauft hat, versteh ich eigentlich nicht. Für den Saisonauftakt war das eine gute Leistung. Sie muss sich allerdings noch steigern, um im Ausgleich II oder im Ausgleich III mit höherem Gewicht bestehen zu können. Sie wäre auch für die Harzburger Superhandicaps geeignet gewesen, aber dafür hat sie keine Nennung bekommen. Für die Siegwette gab es eine satte Quote von 7,6.
    Im Rennen danach, einem Maiden-Rennen für Stuten über 2000 Meter, hab ich dann auf Albrecht Woestes Adlerflug-Tochter Lobelie gesetzt und sie gewann dann in einer sehr knappen Entscheidung vor der Brümmerhöferin Promised. Beide haben ebenso wie die drittplatzierte Schlenderhaner Favoritin Gamine eine Diana-Nennung. Dafür gab es eine ebenfalls sehr satte Quote von 8,1. Für Albrecht Woeste war es ein phantastischer Tag, denn wenig später gewann sein treuer Dauerbrenner Dato Start-Ziel den Carl-Jaspers-Preis in Köln und mit Lobelie darf er sich Hoffnungen auf die Diana machen.
    Danach im Hauptrennen gab ich eine Platzwette auf die franz. Gaststute Anatiya ab. Die Formen dieser Stute waren nicht wirklich prickelnd, aber die momentane Qualität unserer Flieger ist ziemlich unterirdisch, und da rechnete ich ihr die schwachen Ergebnisse in der franz. Provinz zumindest als Konditionsvorteil an. Außerdem konnte ich mir nicht vorstellen, dass die Franzosen den weiten Weg nur wegen des schönen Wetters angetreten sind. Die wollten auf billige Weise Blacktype abstauben und das ist ihnen auch gelungen. Für mich gab es die für eine Platzwette eine sehr schöne Quote von 4,0. Auf den Plätzen 2-4 alles Ausländer. Wenn das so weiter geht, werden wir in dieser Klasse bald keine Gruppe-Rennen mehr haben.
    3 Wetten und drei Treffer, das war schon phantastisch. Insgesamt bin ich mit fast 100€ bei 15€ Einsatz nach Hause gegangen. An den Außenkassen gab es beachtliche Schlangen. An den Kassen im Inneren des Tribünengebäudes dagegen war nichts los. Die Leute haben wohl immer noch ziemlich Angst vor dem Virus, der nur noch ein Schatten seiner selbst ist. So hab ich immer bei dem selben hübschen Mädel mit Brille im Innenbereich gewettet. Bei dieser Glücksfee werde ich jetzt immer wetten, wenn möglich.

  • Hannover 20.06.2021Datum19.04.2022 07:37
    Foren-Beitrag von kassandro im Thema Hannover 20.06.2021

    Die ersten beide Auftritte von Quebueno in diesem Jahr waren ein einziger Jammer. Zwar geht er jetzt in die Startmaschine, galoppiert ordentlich, aber zeigt kaum Beschleunigung auf Zielgeraden. Er scheint seinen Leistungswillen komplett verloren zu haben. Hier sein gestriger Auftritt im Carl-Jaspers-Preis:

  • Lord Leoso und Manfred OmmerDatum18.04.2022 07:10
    Thema von kassandro im Forum Galoppsport und Vollbl...

    Schade, dass Manfred Ommer den gestrigen Renntag in Hoppegarten nicht mehr erlebte, ja man kann geradezu von einer griechischen Tragödie sprechen. Lord Leoso, das war das Pferd seines Leben. Er glaubt an ihn so fest, dass alle glaubten, die Starrheit die seinen Körper durch Parkinson übermannte, auch auf seinen Geist übergegriffen hätte.
    Lord Leoso war bereits ein recht guter Zweijähriger. Als er dann dreijährig 2018 mit 2 Kg Aufgewicht in meiner Anwesenheit überlegen ein Maiden-Rennen in Krefeld am Bsuch-Memorial Renntag vor einem gewissen Schabau gewann, der später selbst sich als großartiges Rennpferd entpuppte, glaubte viele den zukünftigen Derby-Sieger gesehen zu haben, und konnte dieser Meinung nicht widersprechen. Doch wenig später zog sich Lord Leoso eine Fissur zu. Auch an einem Hufgeschwür und Koliken litt er. Es dauerte über 2 Jahre, bis Lord Leoso wieder an den Start gebracht werden und Manfred Ommer gab ein Vermögen für die Gesundheit seiner große Hoffnung aus. Er sollte nicht dafür belohnt werden. Lord Leoso war nur noch ein Schatten seiner selbst und blieb zwei Jahr elang sieglos. Doch in diesem Jahr fast ein Jahr nach Ommers Tod platzte dann der Knoten ein zweites Mal. Im Methusalem-Alter (für einen Spitzenvollblüter) gewann der Lord schließlich nach schwierigem Rennverlauf ein Listenrennen über 2800 Meter, nur eine Woche nach einem siegreichen Verkaufsrennen, wo er auch den Besitzer wechselte. Zuvor gewann er schon ein ähnliches Rennen in Frankreich.

  • Hannover 18.04.2022 - VGH-RenntagDatum18.04.2022 00:48
    Thema von kassandro im Forum Galoppsport und Vollbl...

    Endlich scheint auch im Galoppsport wieder Normalität einzukehren und ein von der VGH-Versicherung gesponserter Renntag gehört geradezu zur Tradition in Hannover.
    Der Renntag beginnt mit einem relativ schwach besetztem Maiden-Rennen über 1300 Meter. Von Vorleistungen und Abstammung her ist für mich Neapolia die Favoritin, die dieselbe Urgroßmutter Narola wie der legendäre Novellist besitzt. Diese ist auch quasi die Gründerstute der Berglarschen Zucht. Noch näher ist sie mit dem Derby-Zweiten von 2005 Night Tango verwandt. Sie vertritt die Erlenhofer N-Linie.
    Im zweiten Rennen, ein Sieglosen-Rennen für ältere Pferde über 1600 Meter debütiert mit Anarchist ein Nachkomme von Burma Gold, der für das Gestüt Ammerland einst das italienische St. Leger gewann und die Hengstlinie des legendären Ribot vertritt. Klarer Favorit ist allerdings die Brümmerhoferin Wild Vegas.
    Gut besetzt ist das Maiden-Rennen für Stuten über 1600 Meter. Favoritin sollte eigentlich Indian Sunset sein, aber ins Auge springt die nach dem Iquitos-Rezept gezogene Narmada. Nicht zu einer Adleflug-Tochter passt die kurze Distanz und eine Diana-Nennung besitzt sie auch nicht. Auch die Wittekindshöferin Night Holy, Valpolicella und Edmea sollten ein Wörtchen um den Sieg mitsprechen.
    Stark besetzt dann auch der Ausgleich III über 1600 Meter. Ich gehe hier mit der Ex-Brümmerhoferin Mykonos.
    Gut besetzt dann auch das 5. Rennen, ein Maiden-Rennen für Stuten über 2000 Meter. Hier geht es also in Richtung Diana. Ins Auge sticht dabei die hervorragend gezogene Adlerflug-Tochter Gamine aus dem Hause Schlenderhan.
    Dann das Hauptrennen, ein Listenrennen über 1300 Meter. Auffällig ist der Start zweier Dreijährigen, die es sehr früh in der Saison mit den alten Haudegen aufnehmen. Nur 50 Kg muss die Brümmerhoferin Evangelista tragen, aber so recht glauben kann ich an sie nicht. Ich gehe mit der Gaststute Anatiya aus Frankreich.
    Das 8.Rennen dann ein gut besetzter Ausgleich I über 1600 Meter. Ich gehe mit New Wizard. der sich im letzten Jahr recht gut in einigen Auktionsrennen geschlagen hat.

  • Die russisch-chinesische AggressionDatum15.04.2022 07:19

    Ausgerechnet das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte, die Moskwa, ist gesunken:
    https://www.tagesschau.de/ausland/europa...ssland-101.html
    Der symbolische und psychologische Schaden ist noch viel schlimmer als der direkte Schaden durch den Verlust des Schiffes. Dabei spielt es nur eine geringe Rolle, wie das Schiff gesunken ist. Die Ukrainer behaupten, sie hätten es mittels eines Raketenangriffs versenkt, die Russen wiederum geben einem Munitionsbrand die Schuld. Es kann beides richtig sein. Ein ukrainischer Raketenangriff könnte die Munitionskammer getroffen haben, was wiederum eine noch schlimmere Explosion auslöste, die dann das Schiff zum sinken gebracht hat. Das wäre nicht das erste Mal, das so etwas passiert ist. Noch heute streiten die Historiker darüber, warum ein einziges Torpedo die riesige Lusitania 1915 so schnell untergehen lies. Auch damals gab es eine riesige zweite Explosion, woraus man auf eine geheime Munitionslieferung von den USA nach England schloß:
    https://www.welt.de/geschichte/article14...-Lusitania.html
    Manche Historiker spekulieren sogar darauf, dass die Lusitania ganz bewußt "verheizt" wurde, um einen direkten Kriegseintritt der USA zu erwirken, was dann auch geschah.
    Die sowieso schon sehr starke Moral wird durch das russische Marine-Desaster auf jeden Fall noch weiter gestärkt werden. Wenn der Westen die Ukraine ausreichend mit militärischen Material und Nahrungsmitteln unterstützt, wird die Ukraine für Putin ein Waterloo werden, aber es wird lange dauern, denn für Putin gibt es keine Möglichkeit mehr, ungeschoren aus der fürchterlichen Nummer herauszukommen.

  • Obwohl auch Klaus Stöhr es nicht wagt, die Corona-Epidemie für beendet zu erklären, ist er doch zusammen mit Hendrik Streeck der deutlichste Kritiker des Lauterbach-Wahnsinns. Das ärgert den kleinen Mann mit dem großen Ego natürlich, und er benutzt einen Vergleich aus dem Fußball, um den aufsässigen Wissenschaftler mundtot zu machen:

  • Gutes Video zum Thema, insbesondere der Beitrag von Harald Martenstein:

  • Im Grunde eine sehr gute Nachricht für Geimpfte. Ein 61 Jahre alter Mann lässt sich 87 Mal impfen und lebt noch immer:
    https://www.t-online.de/nachrichten/pano...ona-impfen.html
    Durch seine vielen Impfungen hat der Mann zahlreiche Impfnachweise für verschiedene Personen erworben, um mit diesem Betrug Geld zu verdienen. Seine Gesundheit ist ihm dabei offenbar wenig wert. Es wäre interessant, diesen Extremfall über längere Zeit zu beobachten. Bislang ist nichts über etwaige Krankheiten bekannt, auch nichts über eine Corona-Erkrankung.

  • Die Bilanz zur gestrigen Abstimmung:

  • Keiner der Anträge für eine Impfpflicht, insbesondere der des Oberscharlatans für Übersechzigjährige, hat im Bundestag eine Mehrheit gefunden. Das war allerdings kein Sieg des Respekts vor den Grundrechten oder der Vernunft, die in dieser Quatschbude sowieso ein ziemlich seltenes Phänomen ist, sondern ein Resultat parteipolitischer Taktiererei. Die Debatte könnte wieder aufflammen, wenn der Virus wieder größere Probleme verursachen würde. Das ist aber wenig wahrscheinlich, denn alle Atemwegsviren sind im Laufe ihrer Evolution zwar immer infektiöser aber auch meistens schwächer geworden. Beim Corona-Virus ist diese Entwicklung beim Übergang von Delta zu Omikron sehr abrupt verlaufen, aber besser zu schnell als zu langsam.

  • Bärböckchen beim Masken-Shooting:

  • Klaus Stöhr zum Lauterchaos:
    https://www.welt.de/politik/deutschland/...mpfpflicht.html

    Reitschuster.de:
    https://reitschuster.de/post/die-desastr...arl-lauterbach/

    Der Wirrkopf hat natürlich durch seine erste sinnvolle Maßnahme und deren Rücknahme viel Wasser auf die Mühlen von uns Gegner der Impfpflicht und fast aller Corona-Maßnahmen geleitet. Dafür sind wir ihm ausdrücklich sehr dankbar. Mal sehen, wie heute die Abstimmung über die Impfpflicht ausgeht.
    Grundsätzlich fordere ich eine Ende von Tests, Quarantäne und Maskenpflicht. Wer es gern möchte, kann gerne Masken tragen und sich boostern lassen, aber beides sollte vollkommen freiwillig sein. Auch beim Zugang zu Krankenhäusern und Pflegehäusern sollte es keine Schnelltests mehr geben. Stattdessen sollte - ganz unabhängig von Corona - jeder Besucher solcher Anstalten auf Fieber getestet werden. Das geht mit den heutigen elektronischen Meßinstrumenten schneller als das Checken von Impf- oder Testzertifikaten, ist also sehr kostengünstig und produziert auch keinen Müll.

  • Corona-Leugner und System-PfeifenDatum06.04.2022 15:16
    Foren-Beitrag von kassandro im Thema Corona-Leugner und System-Pfeifen
Inhalte des Mitglieds kassandro
Beiträge: 1400
Ort: Oberharz
Geschlecht: männlich
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