Am Kasperle-Theater bin ich hängengeblieben. Die böse Hexe - von wahrlich ungesunder Gesichtsfarbe - hat dem Müller Mehlwurm den Geldsack gestohlen, wo sein Erspartes drin war, mit dem er eine neue Mühle finanzieren wollte. Kaschper hilft ihm sein Geld wieder zu bekommen. Kräftig unterstützt von den kleinen Zuschauern. Die Story wurde schon amüsant gebracht, aber die Kinder waren umwerfend. Haben nicht nur "JA!" oder "NEIN!" gebrüllt wenn sie direkt angesprochen wurden, sondern von sich aus festgestellt, daß man nicht zuerst die Schuhe und dann die Strümpfe anzieht. Und wenn die olle Hexe sich hinterm Baum versteckt hat, wurde der Kasper natürlich gewarnt. Soviel Begeisterung - und alles ohne KI. Für die nächsten 1 bis 2 Rennen war ich unbrauchbar, weil vom Lachen noch atemlos.
Wollte versuchen, nochmal ein Bild anzuhängen, aber "zuwenig Speicher".
Das Unwetter am Sonntagabend hat mich netterweise verschont, habe nur ganz leichten Regen abbekommen. Aber etwas südlich, um Eichenberg herum, muß es wohl heftiger gewesen sein. Bahnreisende durften jedenfalls mal wieder auf den Bus umsteigen.
Am heutigen Sonntag war ja Familientag. - Eilmeldung 20:50 Uhr Uijuijui! Es sind dicke finstere Wolken aufgezogen und ich werde bestimmt noch ehe ich zuhause bin ein Unwetter abbekommen. Nach einem brütend heißen Tag hat es netterweise bis nach den Rennen gewartet. Aber ich glaube, heute sollte die After Race Party sein. - Aber schon am Samstag waren reichlich kleine Kinder da und haben das Angebot im Bereich hinter der großen Tribüne genossen. Neben einen kleinen Karussell gibt es eine Mini-Eisenbahn mit lebensgroßen Tierfiguren. Außer Kinder-Schminken und Spielen im XXXL-Format (4 gewinnt ? u. a.) gibt es diesmal ein Kasperle Theater.
Müde & kaputt auf der Rückreise vom 2. Renntag. Mit renntechnischen Dingen halte ich mich mal zurück. Habe kaum noch Details im Kopf, bzw. werfe alles durcheinander, wenn ich nicht meine Notizen zu Rate ziehe. Außerdem haben sich auf den einschlägigen Seiten schon die Experten mit Sachverstand ausgelassen. Die Bildhochladerei war ein Test der zwar geklappt hat, bin mir aber nicht sicher, ob ich die sinnvollste Methode gewählt habe. z. B. ob ich die Seite mit zuvielen Bytes belaste. Außerdem stellt sich die Frage des Copyrights - also meines C's, lade nur selbstfotographiertes hoch. Bei den beiden "Testbildern" ist es mir nicht so wichtig. Aber bei denen von der Bahn ist das ein- oder andere nicht ganz mißraten. Also, auch hier, erstmal Zurückhaltung.
Der erste (ahem, nach der langen Anreise: zweite) Weg sollte zum Stand von "Becker's Bester" führen. Doch. Oh Schreck! Der ist Weg. :-( Also, der Stand ist noch da, aber ohne den Saftlieferanten des Vertrauens. Jetzt wird Bad Harzburger ausgeschenkt, mit oder ohne Gin.
Zum Ende des ersten Tages wurde noch verkündet, daß Cabot Cliffs' ständiger Begleiter, Hakim Tabet, an seinem Trainerschein arbeitet.
Da der Linienbus zwar selten, stattdessen aber immer dann fährt, wenn ich ihn nicht brauche, habe ich mich auf den Fußmarsch gemacht. Immer die Dr. Heinrich Jasper Straße hoch. Es war noch Zeit einen kleinen Abstecher durch den Schloßpark zu machen. Der Baumschatten und leise rieselndes Wasser waren sehr angenehm. Schließlich habe ich die letzten paar Meter in Angriff genommen. Oh, Entzücken! Der Fußweg von Autohaus bis Rennbahn ist erneuert. Was im letzten Jahr noch krumm und schief und buckelig war ist nun gerade und angenehm zu begehen. Meine Füße waren begeistert. Einige Bäume nicht so ganz, fühlen sich etwas abgedrängt. Das ganze ist wohl im Rahmen der Fahrbahnerneuerung passiert und da schon aufgebuddelt war, wurde gleich Glasfaser bis zur Rennbahn gelegt - stand, glaube ich schon bei GOL.
Der Bahnhof wirkt, nach dem Besitzerwechsel im letzten Jahr, schon etwas weniger trostlos. Die Gerüste sind verschwunden, nur unter der Glaskuppel ist noch ein Netz gespannt (falls doch Brocken runterfallen?)
Thema von Registana im Forum Galoppsport und Vollbl...
Anstatt irgendetwas, was ich angefangen habe weiterzuführen, mache ich hier mal ein neues Faß auf. Nach dem reichlich kühlen und verregneten Mitgliederabend am Donnerstag, der kurzerhand ins große Kaffeezelt verlegt wurde, hat die Sonne heute richtig gebrutzelt. Ohne einen leichten Luftzug wäre es, trotz zunehmender Bewölkung, nicht zu ertragen gewesen. Jetzt sitze ich mit müden Füßen und aufgeweichtem Hirn aufm Bahnhof und versuche ein paar aktuelle Zeilen zustande zu bringen. Ständig in Sorge, daß das Netz oder mein olles Handy zusammenbrechen, schicke ich diese Einleitung erstmal ab.
Zu Paul Julius Reuter bin ich doch nicht ganz sicher, ob: "aus", "stammt aus", oder "geboren in" in dem Artikel stand, an den ich mich - lückenhaft - erinnere. Habe etwas rumgesucht, aber ihn offenbar nicht gefunden. Ob HNA (Tageszeitung), Wikipedia oder Lagis: alle schreiben nahezu dasselbe: Vater Rabbiner aus Witzenhausen. Und da werde ich etwas stutzig. Daß ich den Vater unter "Kaufmann" abgespeichert habe, kann mein Fehler sein; Verwechslung mit dem Onkel. Aber im ursprünglichen Artikel stand definitiv nicht "=Witzenhausen!" bumm. Sondern es wurde die Frage aufgeworfen, ob man "Witzenhausen" als Geburtsort nennen kann / soll (ob nun von Vater oder Sohn), da der heutige Ortsteil zur damaligen Zeit ein eigenständiges Dorf (Gemeinde?) war. Da ich mit der Gegend nicht soo vertraut bin, ist mir der Name entfallen. Aber in keinem Beitrag den ich jetzt gefunden habe, wird er auch nur erwähnt. Vonwegen das Internet vergißt nichts.
Zu Witzenhausen muß ich doch noch meinen Senf zugeben:
Geboren wurde hier, bzw. in einem nahegelegenen Dorf, das heute zu Witzenhausen gehört am 21.Juli 1816 ein Mann, dessen Name noch heute täglich, weltweit in aller Munde ist. Israel Beer Josaphat. Bekannt unter seinem späteren Namen Paul Julius Reuter, Begründer der nach ihm benannten Nachrichtenagentur "Reuter's"
Die Stadt Witzenhausen selbst ist bekannt durch den Anbau von Kirschen, die das Tal der Werra im Frühjahr in ein Meer von weißem Blütenschaum verwandeln. Zur Erntezeit wird dann die "Kesperkirmes" gefeiert.
Außerdem beherbergt das Städtchen das "Institut für tropische und subtropische Landwirtschaft" (ehemals Kolonialschule) als Außenstelle der Uni Kassel. Das Gewächshaus kann besichtigt werden. Ich fand den Besuch sehr appetitanregend, Kaffee, Tee, Kakao, Bananen, Baumwolle uvam.
Schließlich, da ich grad beim landwirtschaftlichen bin, möchte ich noch die "DEULA" erwähnen. (Deutsche Lehranstalt für Agrartechnik). In diesem (sowie bundesweit 12 weiteren) Instituten finden Lehrgänge für Auszubildende und Beschäftigte in Land- und Forstwirtschaft, Garten- und Weinbau statt.
Und hier schließt sich der Kreis zum Galoppsport, denn für die Grünlandpflege, den Anbau von Hafer oder das Einbringen von Heu und Stroh (incl. fachgerechter Lagerung) braucht es die passende Technik und Menschen die damit umgehen können.
Und nach getaner Arbeit, gibts ein Fläschchen Kirschwein (tegut). 🍷
Hui, lieber kassandro Da sind Sie mir aber zuvor gekommen. Nach einem ausgiebigen Winterschlaf hatte ich genau diesen Herrn als Nächsten vorgesehen. Wollte mich nur vorher noch ein wenig schlau machen. Doch der Besuch beim Antiquar meines Vertrauens brachte nur erstauntes Kopfschütteln hervor. Ihren Zeilen zum literarischen kann ich somit nichts mehr hinzufügen. Und den hippologischen Teil überlasse ich Ihnen ohnehin; da fehlen mir noch ein paar Jahrzehnte Erfahrung. Hiermit auch nochmal ein Dankeschön für die Erläuterungen zu Amalie von Edelreich.
Auf den Fotos sind zwar vorwiegend mehr oder minder wichtige 2-Beiner zu sehen, aber zumindest auch ein aktueller Eindruck vom Gestütshof und der Stallgasse - wo ja bald wieder, für 9 Tage die 4-Beiner einziehen werden. Vielleicht hat es ja den ein- oder anderen Empfangsteilnehmer auf die Idee gebracht auch diesen Wirtschaftszweig mal selbst in Augenschein zu nehmen.
In Hannover sind Sie beim Livestream ja immer gut im Bild ;-) Fährhofer Farben ?
Asche auf mein Haupt, habe mich ewig nicht gemeldet. Hänge auch heute wieder auf Balkonien rum. Werde im 5. R natürlich der "Prinzessin" die Daumen drücken. Und natürlich "meiner" Weltbesten. Urteil von keinerlei Fachkenntnis geprägt, aber halt viel Hoffnung, daß sie 4-jährig zu der Form aufläuft, die sie letztes Jahr doch nicht so ganz hatte.
P.S.: Konnte mich heute völlig problemlos einloggen, ohne Kaptcha-Abfrage.
Decent Fellow F. H/W 1995 v. Esclavo - Domicella (In Fijar) geb. am 15. Februar, wenn man der Racing Post glauben darf, die seine Rennen hier: https://www.racingpost.com/profile/horse...3/decent-fellow zwar übersichtlich, aber offenbar unvollständig auflistet. Außerdem wird er dort als b. (bay) bezeichnet.
Ab wann er in den Besitz von Dr. J. Charvat wechselte weiß ich nicht, aber zuerst lief er für seinen Züchter Dr. U. Kissling. So hatte er, zur Freude der nicht so weit Reisenden, seinen (einzigen ?) Auftritt in Bad Harzburg im Seejagdrennen am 2. Meetings-Sonntag, dem 22. Juli 2001.
Von den ursprünglich vorgesehenen 8 Pferden war Hubertus Fanelsa's Allonie (B: H. Hinrichs) Nichtstarterin. So wurde Peter Gehm frei für Chello, der ursprünglich von Dirk Fuhrmann geritten werden sollte. Warum dem nicht so war, kann ich nicht mehr sagen; möglicherweise war es das Jahr, in dem er sich die Hand (oder Finger ?) bei einem vorhergehenden Rennen gebrochen hatte. Decent Fellow, der damals noch Hengst war, wurde von Pavel Vovcenko gesteuert und ging mit dem leichtesten Gewicht von 64,0 kg an den Start. Night Shadow, der auch nur 64,0 kg trug, wurde von P. A. Johnson angehalten; ebenso wie Vindo Park (D. Dunsdon), der aber unter dem Höchstgewicht von 69,5 kg unterwegs gewesen war. Peter Gehm steuerte Chello vor Decent Fellow zum Sieg, Dritter war Night Magic mit Dennis Persson. Mit von der Partie waren noch Lensky [Ah. noch ein literarischer Name: Puschkin's "Eugen Onegin"] (J. Marinov) und Infanteria (R. Mackowiak). Tja, wenn ich mir noch detailliertere Aufzeichnungen gemacht haben sollte, sind sie in irgendeinem anderen Karton. Und die Erinnerung ist reichlich dünn geworden. *seufz* Decent Fellow, der schon vorher auch in Hürden- aber vor allem in Jagdrennen erfolgreich war, sollte - wenn ich "Del Mar" (PQ) recht verstanden habe - noch 2 Dritte und einen Zweiten Platz in der Velká pardubická belegen, bis er 2006 im Alter von 11 Jahren den Sieg errang.
Da mich bisher weder Fluch noch Bannstrahl getroffen haben, wage ich mich mal daran fortzufahren. Heute komme ich also zu der Dame, mit der ich diesen Thread ursprünglich beginnen wollte. Und dazu geht es weit vorne los - alphabetisch ebenso wie zeitlich, sowohl bei der literarischen Vorlage als auch der Stute:
Amalie von Edelreich
eine Fuchsstute, geboren 1870, von Buccaneer aus der Sweet Katie, gezogen und im Besitz von Johannes Graf Renard, war die erste Stute, die im Deutschen Derby erfolgreich war.
Die Informationen zum Pferd habe ich den websites jener versierten Leute entnommen, die hier auch bekannt sind. Und denen, nach meiner Einschätzung, auch die literarische Vorlage vertraut sein dürfte.
Für alle anderen - und zur eigenen Gedächtnisauffrischung - tauche ich jetzt mal *hüstel, hüstel* in die Tiefen meines Bücherschrankes *klopf, klopf*, Abteilung "Reclam" *Staubwölkchen steigt auf* um ... - ... verflixt ... da ist ... Nichts! Jede Menge Schullektüre (zu der ich eigentlich nie wieder greifen wollte), der unvermeidliche Goethe, diverse Andere und mehrere Sachen von Schiller - nur "Die Räuber" sind wohl unter die Räuber gefallen. Tja. Muss ich halt mein Gedächtnis bemühen - und Wikipedia:
Die Räuber ist ein Drama von Friedrich Schiller. UA: 13. Januar 1782 Für alle, die nicht in der Schule damit traktiert wurden ein kurzer Überblick:
Der verwittwete Graf Moor, hat zwei Söhne: - Karl, äußerlich wie innerlich so recht nach Vaters Geschmack geraten, daher Papi's Liebling und ohnehin, als Erstgeborener der designierte Erbe. - Franz, der zu kurz gekommene; jüngerer Sohn, macht wohl auch optisch nicht viel her und wird vom Vater ziemlich links liegengelassen.
Während der gehätschelte Strahlemann Karl in der weit entfernten Universitätsstadt ausgiebig dem Studentenleben frönt und reichlich Geld verprasst, kann Franz zuhause mit den Zähnen knirschen und an seinem schlechten Charakter feilen. Falls er den nicht schon von Anfang an hatte, wäre es aber auch kein Wunder, wenn dieses Mass an liebloser Behandlung und Geringschätzung ihn zu der "Kanaille" hat werden lassen, die er nun ist.
Voller Rachsucht - gepaart mit einer üppigen Portion Eigennutz - spinnt er eine böse Intrige. Er unterschlägt einen Brief seines Bruders und schwärzt diesen, in einem selbst erfundenen Schreiben, dermaßen an, daß Karl enterbt und verstoßen wird. Das heißt wohl auch, daß er keine Chance mehr erhält mit dem Vater zu sprechen und die Sache aufzuklären.
Winner takes all. Jetzt hat Franz Oberwasser. Karl zieht sich in die Schmollecke zurück und wird, zusammen mit einigen Kameraden, Räuber.
Und wo ist Amalie, die im Stück offenbar Amalia heißt ? Sie lebt, als Mündel des alten Grafen, mit im Haushalt und ist mit Karl verlobt. Da nun Franz den Grafentitel erben wird, wäre es doch nur recht & billig, wenn er auch die Verlobte seines Bruders "übernimmt". Aber sie zeigt ihm weiterhin die kalte Schulter; Und die Idee, daß der Alte (Moor) plötzlich väterliche Gefühle für ihn entwickelt kann er auch vergessen. Der Vater wird im Hungerturm eingesperrt, Amalia bedrängt. Als die beiden durch Karl, der mit seinen Leuten das Schloß stürmt, befreit werden, bringt Franz sich um.
Doch leider gibt es hier kein Happy End. Bei den Räubern war längst nicht alles so edel wie der Idealist Karl sich das erträumt hatte. Er steckt bis über beide Ohren in echten Kapitalverbrechen mit drin. Diese Erkenntnis gibt seinem Vater den Rest. Amalia, der es offenbar nicht nur um den Grafentitel ging, mag nicht ohne Karl leben, sogar trotz seiner Gräueltaten. Der will aber einen Eid, mit dem er sich an seine Räuber gebunden hat nicht brechen. (Wieso dieser Eid mit einer Beziehung unvereinbar ist ist mir nicht klar.) Den Ausweg aus diesem Dilemma sieht Amalia nur im Tod - aber bitte nur durch Karl persönlich. Nach etwas rumgezicke sticht er sie dann auch pflichtschuldigst ab. - Welch ein Liebesbeweis *brrrr, schüttel*, große Italienische Oper kann nicht schauriger sein. Jetzt graust es dem Karle so vor sich selber, dass er auch nicht mehr will. Aber er kneift nicht den Schwanz ein und stiehlt sich aus dem Leben. Ganz Idealist will er selbst im Tod noch nützen. Er begibt sich nicht zur Polizei um sich auszuliefern, sondern zu einem armen Mann, damit dieser von dem hohen Kopfgeld, das auf Karl ausgesetzt ist, seine vielen Kinder ernähren kann. "Dem Manne kann geholfen werden."
Amalia scheint nicht allzuviel in diesem Stück zu tun zu haben: lieb, standhaft und aufopfernd; keine besonders erstrebenswerte Rolle, aus heutiger Sicht.
Eigentlich hatte ich eine andere Reihenfolge geplant, aber da er gerade gestorben ist:
Lemon Drop Kid
Damon Runyon 1880 bis 1946 hieß eigentlich Alfred Damon Runyan. Da sein Name aber ständig falsch zitiert wurde, passte er ihn der Realität an und nannte sich "Runyon".
Hauptberuflich war er als Journalist für das Zeitungsimperium von William Randolph Hearst tätig. Als Sportreporter soll er zu seinen besten Zeiten bis zu 1 Million Leser am Tag gehabt haben. (habe ich mal vor Jahren gelesen, Quelle leider vergessen). Der einigermaßen ordentliche Wikipedia-Artikel nennt zwar Baseball und Boxen, und hat auch ein brauchbares Werkverzeichnis, erwähnt das Wichtigste aber mit keiner Silbe. ;-)
Denn außer den Sportberichten und einigen Drehbüchern ist Runyon vor allem durch seine Kurzgeschichten bekannt. Seine Sprache ist durchsetzt mit einer Reihe von Ausdrücken die im braven Schulenglisch-Wörterbuch schwerlich zu finden sind und die dem Slang der realen Vorbilder seiner Protagonisten entstammen sollen. Dies ergibt einen so eigenen Stil, daß dafür der Ausdruck "runyonesque" geprägt wurde.
Diese Storys spielen hauptsächlich unter den Mitgliedern der Halb- und Unterwelt seiner Zeit; mit denen er recht gut bekannt gewesen sein soll. Oder auf den Rennbahnen; zwischen all den Tippstern und Touts, Trainern, Zockern und den ewigen Verlobten, die bestimmt geheiratet werden, wenn nur endlich der richtige Tip, der große Gewinn, kommt. Da tummeln sich Harry the Horse, Izky Ironhat oder Hot Horse Herbie ("he is called Hot Horse Herbie because he can allways tell you about a horse that is so hot it is practically on fire, a hot horse being a horse that is all readied up to win a race, although sometimes Herbie's hot horses turn out to be so cold they freeze everybody within fifty miles of them.")
The Lemon Drop Kid ist der Held der gleichnamigen Geschichte, vielleicht der berühmtesten von Runyon. Oder der traurigsten; todtraurig könnte man sagen, wenn nicht das Ende schnell abzusehen wäre, wodurch auch eine gewisse Komik entsteht. Also wohl: Tragikkomödie. Kid also ist ein junger Mann, der seinen Namen seiner Vorliebe für Zitronen-Bonbons verdankt. Seinen Lebenunterhalt verdient er sich als "Tippster". Dazu braucht es vor allem ein gutes Gedächtnis für Gesichter - für die "Neulinge" auf der Rennbahn, und für die Vertreter der Obrigkeit. Vor letzteren muss man schnell flüchten, denn man ist nicht gern gesehn; erstere sollte man nicht verwechseln. Die ganze Kunst besteht nun nicht darin das chancenreichste Pferd, sondern vielmehr die ahnungslosesten Rennbahnbesucher zu erkennen. Denen schwätzt man nun den todsicheren Tip auf - jedem einen anderen, soviel "Opfer" wie Starter im Rennen. Einer gewinnt immer. Todsicher. Dem muss man dann nur "zufällig" nochmal über den Weg laufen, nachdem er seinen Gewinn abgeholt hat - die meisten zeigen sich erkenntlich und geben freudig was ab. Den übrigen begegnet man besser nicht mehr. Kid beherrscht dieses Spiel vollkommen. - Bis er eines Tages an den falschen gerät. ...
Selbst wenn all das, was mich an Pferden und Pferderennen begeistert, völlig kalt lassen würde, so haben doch von Anfang an viele Namen eine Faszination auf mich ausgeübt. Mein Interesse war geweckt ihrer Herkunft oder Bedeutung nachzugehen.
Ich fing also an zu sammeln, zu katalogisieren und zu kategorisieren. Und davon zu träumen, nach Kategorien geordnet, irgendwann mal lange Listen von Pferdenamen zu veröffentlichen. Und als ich nahe daran war mit den zusammengetragenen Mengen zufrieden zu sein und mich mal so langsam ans Auswerten machen wollte - bricht natürlich der PC zusammen, ehe ich sinnvoll extern abgespeichert hatte. Einige Zeit später war ein Laptop zu Hand. Nachdem ich mit der aktuellen Software vertraut war fing ich wieder an zu sammeln. - Und ein paar Jahre später hab ich dann wieder den selben Fehler gemacht. Laptop hin, Daten weg.
Jetzt hab ich nur noch ein paar Bruchstücke im Hinterkopf. Tja, und davon will ich jetzt so ab und an ein bißchen was zum Besten geben, um mir und allen, die Spaß dran haben, die trübe Winterzeit etwas zu versüßen.
Diese "Pause" ist deutlich länger ausgefallen, als geplant und ob ich diesen Beitrag irgendwann einmal beende ist mir aktuell schleierhaft. Stattdessen werde ich nun im Abschnitt Drumherum" - aus gegebenem Anlass - ein lange geplantes Herzensprojekt beginnen: Pferdenamen.
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