#1

Sea The Moon - Verkaufen oder nicht?

in Galoppsport und Vollblutzucht 20.01.2014 21:04
von kassandro • 413 Beiträge

Laut Galloponline soll es für den im Besitz des Gestüts Görlsdorf stehenden Sea The Stars Sohns Sea The Moon ein Millionenangebot gegeben haben, das vom Familienrat des Gestüts mit 4:0 Stimmen abgelehnt wurde. Was hat Sea The Moon geleistet, um solch einen Preis zu rechtfertigen? Antwort: Er hat am 22.09.2013 ein Maidenrennen mit 4 Längen Vorsprung gewonnen? Von seinen damaligen Gegnern sticht die Novellist-Halbschwester Ninfea hervor, deren Mutter Night Lagoon hat außer dem Champion Novellist bislang allerdings nur besseres Mittelmaß hervorgebracht hat und von Ninfea sollte man zunächst auch nicht mehr erwarten. Auch von den anderen Debut-Konkurrenten Sea The Moons, darunter ein Schlenderhaner und ein Fährhofer Pferd, war später wenig zu sehen. Zweijährig hatte dann Sea The Moon noch eine Nennung für den Preis des Winterfavoriten, wurde aber kurz vor dem Rennen wegen "Fieber" gestrichen. Mit derselben Begründung wurde kurz zuvor Novellist vom Arc gestrichen, so daß sich hier spekulative Zweifel aufdrängen. Vielleicht ist man vor den damals sehr schwierigen Bodenverhältnissen in München zurückgeschreckt. Allerdings wurden bei Sea The Moons Debut die Bodenverhältnisse ebenfalls als "weich" angegeben. Vielleicht wollte man einfach den Marktwert für einen späteren Verkauf erhalten und hat sehr geschickt mit der Fieber-Begründung eine Beziehung zu Novellist hergestellt. Vielleicht wollte auch der Trainer das Pferd nicht vorzeitig durch einen Verkauf verlieren, der im Falle eines Sieges beim Winterfavoritenrennen mehr als denkbar gewesen wäre. Jedenfalls macht Sea The Moon seit seinem doch eher bescheidenen Debut kräftig Werbung für seine Zuchtstätte. Eigentlich hat diese Sea The Moon gar nicht gezogen, sondern die Mutter tragend mit ihm gekauft. Danach hat man die noch junge Mutter noch einmal zu Sea The Stars geschickt, was ich als züchterisch wenig intelligente Entscheidung bezeichnen möchte. Heraus kam die Stute Sea The Sun und wenn das so weitergeht, werden die Görlsdorfer noch das ganze Sonnensystem abklappern. Damit sind wir aber Sea The Moons Mutter Sansiwa angelangt, immerhin Vollschwester zu den Derby-Siegern Samum und Schiaparelli und der Diana-Siegerin Salve Regina. Sanwa hat nie die Rennbahn gesehen, aber das hat ihre legendäre Mutter Sacarina auch nicht und unter ihren Nachkommen 1. und 2. Grades wimmelt es geradezu vor Qualität. Auch hat die noch junge Sanwa mit der Stute Si Luna schon ein respektables Blackltype-Pferd hervorbracht, das ihre Zuchtqualifikation bekräftigt. Sea The Stars erster Jahrgang hat, wenn man die Qualität der ihm zugeführten Stuten bedenkt, mit nur einem Gruppe III Sieger zweijährig ziemlich enttäuscht. Das heißt aber zunächst nur, daß er wahrscheinlich keine Frühreife vererbt. Auch Sanwa und Sacarina haben sich bislang nicht mit Frühreife profiliert und dann ist es schon ein echtes Qualitätssiegel, wenn plötzlich wider Erwarten ein frühreifes Pferd herauskommt. Es gibt also auch gute Gründe für die hohen Erwartungen an Sea The Moon. Allerdings wie wir zuletzt bei Tai Chi und Dabirsim gesehen haben, sind gute Zweijährige viel zu häufig Rohrkrepierer, so daß ich im vorliegenden Fall bei einem Millionengebot doch zum Verkauf raten kaufen würde. Aber vielleicht liegt ja gar kein Millionengebot vor und das ganze ist nur eine Pokerpartie um den Preis hochzutreiben. Geboten wurden für Sea The Moon bei einer Tattersall-Auktion als Jährling schon einmal 230000 Pfund, aber wie zuletzt Herr Faust bei der letzten BBAG-Auktion mit den absurd hohen Preisen für Kamsin-Nachkommen eindrucksvoll bewiesen hat, sollte man solchen Preisen nicht blindlings vertrauen. Herr Faust geht jetzt mit den selbstgemachten Kamsin-Preisen hausieren und verspielt damit den letzten Funken Glaubwürdigkeit, den er noch hatte. Ich hoffe, daß Görlsdorf nicht dasselbe mit dem Sea The Moon Hype passiert.


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zuletzt bearbeitet 13.08.2014 20:55 | nach oben springen

#2

Erster Auftritt 2014 beim Metzler-Preis in Frankfurt

in Galoppsport und Vollblutzucht 14.05.2014 22:34
von kassandro • 413 Beiträge

Am 11.05.2014 und der Derby-Favorit Sea The Moon hat seinen ersten Auftritt des Jahres in Frankfurt. Er traf dabei auf Pferde wie den favorisierten Tertullian-Sohn Giuliani aus dem Hause Schlenderhan, die schon ein Rennen hinter sich hatten. Aber Sea The Moon enttäuschte die in ihn gesetzten hohen Erwartungen nicht und ging vom Start weg in Führung. In dem sehr langsamen Rennen auf weichen Boden staute sich Feld eingangs der Zielgeraden zusammen, doch Sea The Moon konnte noch einmal zulegen und entschied das Rennen insgesamt sehr sicher für sich. Hier das Video:

Sea The Moon ist damit der bislang einzige Sohn von Sea The Star, der ein Gruppe-Rennen gewonnen hat. Schon vorher hatten zwei von dessen Töchtern jeweils ein Gruppe-Rennen für sich entschieden.
Sea The Moon hat bislang zwei Rennen bestritten, beide auf sehr weichen Untergrund. Über seine Performance auf festen Boden wissen wir noch nichts.


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#3

Sieg im Union-Rennen

in Galoppsport und Vollblutzucht 28.06.2014 01:18
von kassandro • 413 Beiträge

Eine Tochter von Sea The Stars hat mittlerweile die englischen Oaks gewonnen. Sea The Moon ist aber immernoch sein bislang mit Abstand erfolgreichster männlicher Nachkomme. Nach dem Metzler-Preis in Frankfurt hat er nun auch die wichtigste Derby-Vorprüfung, das Union-Rennen in Köln, sicher gewonnen:

Sea The Moon geht damit als klarer Favorit ins Deutsche Derby. Er hat genau dieselben Rennen gewonnen wie vor zwei Jahren der großartige Novellist, allerdings deutlich weniger souverän und er wirkt auch noch ziemlich unreif, was insbesondere in einem Rennen mit 20 Startern ausschlaggebend werden kann. Insgesamt muß man aber sagen, daß Sea The Moon die von mir damals als völlig überzogen kritisierten Erwartungen mehr als erfüllt hat.


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#4

Überlegener Derby-Sieger

in Galoppsport und Vollblutzucht 16.07.2014 10:54
von kassandro • 413 Beiträge

Im Vorfeld des Derbys gab es ein Riesentheater darüber, wer denn wohl Sea The Moon reiten soll. Andreas Helfenbein, der Sea The Moon bislang immer geritten hat, wurde vom Besitzer unter dem Vorwand, daß er wegen eines 17 Tage vor dem Derby stattgefundenen Sturzes nicht ganz fit sei, kurzerhand abserviert und durch Starjockey Christoph Soumillon ersetzt. Dem danach über Görlsdorf hereinprasselnde Shitstorm hat Helfenbein möglicherweise zu verdanken, daß er eine Siegprämie bekommen hat, aber so genau weiß das keiner. Möglicherweise wurde er nur gezwungen, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Jockeywechsel zu Gunsten ausländischer Starjockeys haben im Deutschen Derby eine große Tradition, aber mit der linken und verlogenen Tour hat sich Görlsdorf die Antipathien redlich verdient. Im Rennen selbst machte Soumillon sicherlich nichts falsch. Danach manövrierte er Sea The Moon mangels Ortskenntnisse in eine Sackgasse und mußte das Pferd rabiat abbremsen, was dem Pferd wohl mehr zugesetzt hat als das ganze Derby. Das hat er mit einer nur sehr seltenen Leichtigkeit gewonnen:


Hier einige Wikipedia-Bilder von mir. Das erste Bild zeigt Sea The Moon im Derby-Führring:


Das zweite zeigt ihn mit Reiter Christoph Soumillon auf dem Weg zur Parade vor der Tribüne:


Das dritte zeigt ihn schließlich kurz nach dem Rennen mit Siegerkranz und dem Blauen Band:


Bild von der Siegerehrung:

Von links nach rechts: Trainer Markus Klug, Jockey Christoph Soumillon, Besitzerin Heike Bischoff-Lafrentz (verdeckt durch ein Geschenk) mit ihren beiden Töchtern. Im Hintergrund versucht auch noch das PR-Genie verzweifelt ins Bild zu kommen.


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zuletzt bearbeitet 13.08.2014 20:59 | nach oben springen

#5

RE: Überlegener Derby-Sieger

in Galoppsport und Vollblutzucht 03.08.2014 07:09
von kassandro • 413 Beiträge

Laut GOL vom 18.07 gab es nach dem Derby Angebote in zweistelliger Millionenhöhe für Sea The Moon. Doch Görlsdorf will standhaft bleiben, zumindest bis nach dem Arc.
Ein paar Tage später am 20.07 wurde von GOL die wenig glaubhafte Geschichte kolportiert, daß Niko Lafrentz, der Ehemann der Besitzerin, angeblich für Sea The Moon bereits als Jährling eine Wette auf Sea The Moon abgeschlossen. 200€ sollen für eine Quote von 50:1 eingesetzt worden sein und davon soll jetzt während der Große Woche in Baden eine große Sause mit 2000 Liter Bier finanziert werden. Mehr dazu hier.


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#6

Andreas Helfenbein wird Sea The Moon nicht mehr reiten

in Galoppsport und Vollblutzucht 13.08.2014 21:13
von kassandro • 413 Beiträge

Wenige Tage nach einem unglücklichen Ritt auf der ebenfalls im Besitz des Gestüts Görlsdorf stehenden Favoritin Wunder im Preis der Diana am 3.08 in Düsseldorf gaben Andreas Helfenbein und das Gestüt Görlsdorf bekannt, daß sie in Zukunft getrennte Wege gehen wollen. Siehe z.B. diese GOL-Meldung. Das Düsseldorfer Rennen war wohl nur ein willkommener Vorwand für Görlsdorf. Mal sehen, wer Sea The Moon im Großen Preis von Baden reiten wird. Ich tippe auf Frederick Tylicki, ausgerechnet also derjenige, der Andreas Helfenbein im Preis der Diana entscheidend gerammt hat. Tylicki hat sich dafür jedenfalls durch eine 2. Platz auf der Görlsdorfer Außenseiterin Berlin Berlin im Großen Preis von Berlin empfohlen. In Deutschand kennt sich der in England beheimatete Tylicki jedenfalls besser aus als die bekannten Starjockeys aus England und Frankreich. Sein Vater ist Andreij Tylicki, der die beiden Champions Acatenango und Lando zu ihren Derby-Siegen geführt hat.


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zuletzt bearbeitet 13.08.2014 21:14 | nach oben springen

#7

RE: Andreas Helfenbein wird Sea The Moon nicht mehr reiten

in Galoppsport und Vollblutzucht 15.08.2014 12:38
von Rainer • 1 Beitrag

Dieser Betrachtung ist nichts hinzuzufügen. Frederick Tylicki kennt sich auf französichen Bahnen sicher weniger aus und daher nicht der ideale Kandidat. Derby-Reiter Ch.S. wird im Arc wahrscheinlich für seinen Stall reiten und Görlsdorf doch noch Probleme mit der Jockey-Frage bekommen , kann Beobachter der Szene sicher erfreuen.

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#8

Vorläufiges Ende der Diskussion

in Galoppsport und Vollblutzucht 06.04.2015 13:31
von kassandro • 413 Beiträge

Im August 2014 kamen im Galopper-Forum Gerüchte auf, daß Sea The Moon verletzt sei und nich in Baden Baden werde starten können. Die Verletzung wurde postwendend in GOL dementiert und tatsächlich startete Sea The Moon:


Das war aber dann definitiv das letzte Rennen von Sea The Moon. Die zentrale Frage, die sich dann erhob, war: Wurde STM verletzt der Egomanie willen in dieses Rennen geschickt, dann war seine Leistung der eines großen Derby-Siegers würdig, oder war er gesund, dann hat er seinen Derby-Sieg nicht bestätigt? Auf keinen Fall darf so ein Derby-Sieger zum Galopper zum Jahres 2014 gewählt werden. Aber genau das hat das Trio Infernal bestehend aus Niko Lafrentz, Holger Faust und Sebastian Weiss geschafft, obwohl Protectionist mit seinem Sieg im Melbourne Cup ohne Zweifel eine Jahrhundertleistung erbracht. Das sind DDR-Methoden. Hier die Präsentation des Galoppr des Jahres in Hoppegarten:


Danach wurde Sea The Moon syndikatisiert, wobei Görlsdorf Mehrheitseigentümer geblieben sein soll, und im Lanwades Stud von Kirsten Rausing (Tetrapak) aufgestellt und steht dort für 15000 Pfund den Züchtern zur Verfügung, wofür Herr Lafrentz dann auch weiter ununterbrochen trommelt. Wir aber warten erst einmal ab, bis die ersten Nachkommen von STM auf die Bahn kommen und begnügen uns bis dahin mit dem Sea The Moon Song:


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zuletzt bearbeitet 06.04.2015 13:38 | nach oben springen

#9

RE: Vorläufiges Ende der Diskussion

in Galoppsport und Vollblutzucht 07.04.2015 21:02
von Baalim • 8 Beiträge

Sea the Moon ist natürlich kein würdiger Galopper des Jahres. Ihm fehlt Aura und Charisma. Niemand, wirklich niemand, weiß so recht
wie er das Derby so gewinnen konnte. Just another Nutcase. Wäre Lt-Col N.E. “Nat” Frieze noch Herr auf Landwades hätte Sea the Moon auf die andere Seite von Newmarket wechseln müssen, dort wo Commercialism Gang und Gäbe ist.

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#10

RE: Vorläufiges Ende der Diskussion

in Galoppsport und Vollblutzucht 09.04.2015 13:26
von kassandro • 413 Beiträge

Zitat von Baalim im Beitrag #9
Sea the Moon ist natürlich kein würdiger Galopper des Jahres. Ihm fehlt Aura und Charisma. Niemand, wirklich niemand, weiß so recht wie er das Derby so gewinnen konnte. Just another Nutcase.

Hinter Sea The Moons Leistungen stehen halt einige Fragezeichen, die es bei seinen Konkurrenten nicht gibt. Er kann durchaus das beste Pferd des Jahres gewesen sein, aber wir wissen es eben nicht und solange das so ist, muß man sich an die Rennergebnisse halten. Als Sieger des Melbourne Cups ist übrigens Protectionist Name für alle Zeit international geschützt.


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zuletzt bearbeitet 09.04.2015 13:28 | nach oben springen


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