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Hannover 22.10.2023 - Renntag der Gestüte

in Galoppsport und Vollblutzucht 21.10.2023 20:17
von kassandro • 2.351 Beiträge

Das Beste kommt in Hannover immer zum Schluss - so beginne ich eigentlich immer meine Vorschau auf diesen Renntag, und es stimmt auch immer, wenngleich es schon viel bessere Ausgaben dieses Renntages als die heurige gab, einmal sogar mit zwei Gruppe-Rennen, wobei eines von Baden Baden übernommen wurde. Während Gregor Baum in der Vergangenheit oft der verlässliche Retter für ausgefallene Gruppe-Rennen war, soll heuer dieser mit Abstand wichtigste Hannoversche Renntag wegen Sponsorenmangel auf der Kippe gestanden haben, aber ich denke das war nur eine Drohung, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Gregor Baum so eine Blamage zugelassen hätte. Sein herausragendes Image im deutschen Galoppsports wäre nachhaltig beschädigt und auch in der Garden Lounge würde man sich fragen, was da los ist in seiner Unternehmensgruppe. Der Rotstift regiert auf jeden Fall. Der eigene Rennstall in Hannover wurde aufgelöst und die Zahl der Renntage wurde reduziert. Insbesondere gibt es den Oktoberfest-Renntag nicht mehr. Die hierfür extra angeschaffte Krachlederne bleibt also heuer im Schrank, und ich kann nur hoffen, dass sie dort nicht ganz vermodert.
Immerhin das Gestüt Fährhof ist uns als Sponsor erhalten geblieben. Es sponsert das erste Rennen, ein Listenrennen für zweijährige Stuten über 1400 Meter. Bei diesem Rennen muss ich immer an die unglückliche Shy Witch, Areions zweitbeste Tochter, denken, die dieses Rennen vor etlichen Jahren gewann. Zwei Areion-Töchter, Mademoiselle Ninet, für mich die Favoritin, und die chancenreiche Außenseiterin Waria aus dem Hause Röttgen, sind auch dieses Jahr wieder am Start. Bei Racebets ist die noch sieglose Brümmerhöferin Waldfrieda die Favoritin. Sie war zuletzt nur Vierte, allerdings nur knapp hinter drei sehr guten Pferden. Eine weitere Favoritin sollte Royal Night sein, die bislang noch nichts falsch gemacht hat. Auch Miss Roberts sollte nicht umsonst aus England angereist sein. Ein kleines aber interessantes Feld.
Ein Maiden-Rennen für Zweijährige über 1750 Meter setzt den Renntag dann fort. Es sind überwiegend Debütanten am Start. Vom Pedigree und der Stallform sollte Flamingo Moon der Favorit sein.
Das dritte Rennen, ein Maiden-Rennen für zweijährige Stuten über 1600 Meter, wird - das ist ein absolutes Novum - von Coolmore gesponsert. Meine Favoritin ist die Waldgeist-Tochter Silvestra aus einer alten Aga Khan Linie. Sie steht im Besitz von Lieselotte Meyer zu Reckendorf, der Witwe des im letzten Jahr verstorbenen Götz Meyer zu Reckendorf. Es ist gut zu sehen, dass es mit dem Stall Reckendorf ein bisschen weitergeht. Götz Meyer zu Reckendorf fungiert dann auch als Namensgeber für das zweite Rennen.
Das vierte Rennen ist dann schon das Hauptrennen, der Herststutenpreis, ein Gruppe III Rennen über 2200 Meter. Es ist - wie fast immer - sehr gut besetzt. Klare Favoritin ist die nachgenannte Diana-Siegerin Muskoka. Sie wird hier ähnliche Bodenbedingungen wie im Preis der Diana antreffen und muss kein Aufgewicht tragen. Bei Sea The Moon Nachkommen muss man sich aber immer fragen, ob sie nicht schon über den Berg sind. Frühreif und Frühplatt lautet meine nicht gerade schmeichelhafte Charakterisierung des überlegenen Deckhengstchampions des Jahres 2023. Hoffen tue ich natürlich auf einen Sieg von Drawn to Dream, eine Tochter von unserem Iquitos, der unweit der Neuen Bult einst geboren wurde. Nach ihrem überzeugenden Sieg im Silbernen Band der Ruhr ist diese Hoffnung nicht ganz unbegründet. Zu beachten sind aus deutscher Sicht auch Stella und Global Queen. View Zabeel sollte man eigentlich auch beachten, aber sie war zuletzt ziemlich von der Rolle. Aus dem Ausland kommt Wild Pansy, trainiert von unserem alten Freund Henri-Alex Pantall. Seine Pferde müssen immer beachtet werden und ihre Frankreich-Formen schauen gar nicht so schlecht aus, aber ob sie morgen die 2200m bei weichem Geläuf stehen kann, wage ich zu bezweifeln.
Als nächstes dann ein Listenrennen für Zweijährige über 2000m, in dieser Altersklasse eine richtige Steherprüfung also. Argentum ist mein Favorit.
Dem folgt dann ein Sieglosenrennen für Dreijährige über 2000m. Mein Favorit in diesem Spätzüglerfeld ist Marc Aurel.
Im höchsten Handicap, einem Ausgleich I über 1400m gehe ich mit Christian Sprengels Vincente - Form und Gewicht stimmen.


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