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Grüner "Experte": LKWs stoßen weniger CO2 aus als Diesel-PKWs

in Ohne Photo 15.03.2017 09:57
von kassandro • 399 Beiträge

Der Grüne Europa-Abgeordente Michael Cramer stellt in der 90minütigen ZDF-Sendung "Die Akte VW - Geschichte eines Skandals" die folgende im dreisten Widerspruch zum Naturwissenschaftlichen Weltbild stehende Behauptung auf:


Zuerst dachte ich, er würde CO2 mit den Stickoxiden verwechseln, die den sachlichen Hintergrund der obigen Sendung bilden, aber nein, er erwähnt ausdrücklich CO2 und NOx gemeinsam in einem Satz. Das war also kein Versprecher. Auch den Journalisten, die diese Sendung produziert haben, ist dieses große Ahnungslosigkeit verratende Statement nicht aufgefallen, weil auch sie nicht die geringste Ahnung von Chemie haben.
Diesel ist im wesentlichen ein Gemisch von Kohlenwasserstoffen. Bei der Verbrennung im Dieselmotor werden diese im Idealfall zu Wasser und CO2 verbrannt. Ist nicht genügend Sauerstoff vorhanden, so haben wir es mit einer unvollständigen Verbrennung zu tun, und es entstehen CO, also Kohlenmonoxid, Russ, andere Kohlenwasserstoffe und ein Teil des Kraftstoff wird gar unverbrannt abgegeben. Im Gegenzug reduziert sich besonders der Ausstoss von CO2. Im Gegensatz zum CO2 und H2O der vollständigen Verbrennung sind die zusätzlichen Ausscheidungsprodukte bei der unvollständigen Verbrennung alle mehr oder minder gesundheitsschädlich. Natürlich sinkt bei der unvollständigen Verbrennung auch die Energieausbeute. Deshalb war es seit jeher das Bestreben der Motor-Ingenieure eine möglichst vollständige Verbrennung zu erreichen. Das Problem ist dabei nicht der Mangel an Sauerstoff - davon gibt es in der angesaugten Luft genügend - sondern die gleichmäßige Vermischung mit dem Kraftstoff, also den Kohlenwasserstoffen. Leider enthält die angesaugte Luft auch circa 80% Stickstoff. Dieser ist an sich genauso harmlos und ungiftig wie Sauerstoff oder CO2. Je heißer jedoch der Motor wird, desto stärker verbindet der harmlose Stickstoff mit dem Sauerstoff zu NOx, das nicht ganz so harmlos ist. Schon aus Wirtschaftlichkeitsgründen haben also die Ingenieure alles daran gesetzt, den Kraftstoff möglichst gut mit der Luft zu vermischen und möglichst wenig Wärme zu erzeugen, wobei man beim ersten Ziel wesentlich bessere Fortschritte als beim zweiten erreicht hat. Insgesamt konnte die Effizienz der Dieselmotoren in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gesteigert werden und der Ausstoss an Schadtstoffen, auch von NOx, ist deutlich zurückgegangen. Der besonders gesundheitsschädliche Russ wird darüberhinaus heutzutage durch den eingebauten Russfilter zu 90% ebenfalls zu CO2 verbrannt. Im Gegenzug ist der Ausstoss von CO2 pro Liter verbrauchten Diesels deutlich angestiegen. Es gilt der Kernsatz: Je effizienter ein Dieselmotor arbeitet, desto mehr CO2 stösst er pro Liter verbrauchten Diesels aus. Da aber weniger Diesel verbraucht wird, ist auch der CO2-Ausstoss eines Dieselmotors gesunken. Ein LKW-Dieselmotor ist effizienter als ein PKW-Dieselmotor und verbraucht. Weil er aber viel mehr Gewicht befördern muss, verbraucht er trotzdem wesentlich mehr Diesel. Ein durchschnittlicher LKW verbraucht heute durchschnittlich 35 Liter auf 100 Km, also etwa das 5-7fache eines PKW-Diesels. Da der LKW-Motor auch noch effizienter ist, ist der CO2-Ausstoss folglich sogar mehr als 5-7fach höher. Die Behauptung des Grünen Experten ist also in gröbster Weise falsch. Ihm fehlt offenbar jegliches Basiswissen im Fach Chemie. Trotzdem ist dieser ignorante Mensch momentan (2017) Vorsitzender des Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr des EU-Parlaments, der für Diesel-Problematik zuständig ist.


Ein (viel zu) kurzes Pferdeleben
Warnung vor Marco Krüger
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zuletzt bearbeitet 15.03.2017 10:04 | nach oben springen


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