#1

Neue Bult 2015

in Galoppsport und Vollblutzucht 17.07.2015 13:38
von kassandro • 354 Beiträge

Hannover 96 Renntag

Unüblich spät begann die Saison 2015 erst am 17. Mai. Vom Münchner Rennverein erbte man das Bavarian Classic Rennen, eine Derby-Qualifikationsprüfung über 2000m, die als Gruppe III Rennen ausgetragen wurde. Dafür wurde das eigentlich für diesen Renntag vorgesehene Listenrennen für Stuten nach Dortmund abgegeben.

Der Renntag und das Rennjahr begann mit Ausgleich II der Kategorie C über 1600m. I diesem Rennen verabschiedete sich ein König, König Concorde, im hohen alter von 10 Jahren von seinem deutschen Publikum (er startete später noch einmal Strasbourg):

Stets von Christian Sprengel in Hannover trainiert begann er 2007 seine Karriere auch zweijährig in Hannover mit einem mäßigen 5. Platz. Einen Monat später legte er in Bremen dann seine Maidenschaft ab, um dann mit einem 4. Platz im Preis des Winterfavoriten die Saison. Unzählige Gruppe-Platzierungen, darunter ein 2. Platz im Mehl-Mülhens-Rennen 2008 hinter dem unvergessenen Precious Boy und vor dem sehr guten Liang Kay, sollten folgen. Zwei mal gewann er 2010 und 2011 den Premio Chisosura (Gruppe III) in Mailand. Noch 2014 schaffte er im stolzen Alter von 9 Jahren einen 2. Platz in einem französischen Listenrennen. Er war ein typischer Big Shuffle mit einer Idealdistanz von 1400m. Er startete über Distanzen von 1200 bis 2000m insgesamt 64 mal und belegte dabei 8 mal den ersten, 10 mal den zweiten und 9 mal den dritten Platz. Hier seine Gesamtbilanz auf Racebets. Ich hoffe, daß dieses wackere Pferd nach seiner Karriere ein schönen Platz als Reitpferd gefunden hat. Verdient hat er diesen auf jeden Fall.

In diesem Rennen ging nicht nur der Stern eines tollen Pferdes unter sondern der eines anderen auch auf. Ich spreche vom Teofilo-Sohn Diplomat:

Diplomat steht im Besitz des Kölner Rennvereinspräsidenten Eckhard Sauren. Diplomat hat nicht nur diesen Agl II gewonnen, sondern sich im Verlauf der Saison auch nocht 3 mal auf Gruppe-Ebene platziert. Er ist ein sehr hartes Pferd und kann viele Rennen im Jahr laufen. Eine Woche später trat er erneut in Hannover im Agl. I an.
Auf den 3. Platz lief König Arte ein:

König Arte ist aus Big Shuffles letztem Jahrgang und hat mit König Concorde nicht nur den Vater gemeinsam. Er wurde wie dieser vom Gestüt Elesetal gezogen und seine Mutter ist eine Enkelin der Mutter von König Concorde-
Auf den Plätzen 3,4,5, und 7 haben wir dann Seewolf, Pissaro, Manisa und Turgenjew:

Für König Concorde blieb also in seinem letzten Rennen auf deutschen Boden nur der 6. Platz. Beim Start liegt er noch in Führung:

Ergebnis


Als 2. Rennen wollte ich hier ursprünglich den Großen Preis von Rossmann, einen Ausgleich I über 2000m, bringen. Mit dem Wiesenpfad-Wallach Island Storm fand der auch einen starken Sieger, der das Rennen trotz starken Windes von vorne gewinnen konnte. Ich hab mich dann aber doch für den Vergölst Cup, einem Ausgleich II über 2000m, entscheiden, weil die Siegerin Techno Queen danach gleich zwei Listenrennen in Iffezheim und Hamburg gewonnen hat:

Die Manduro-Tochter ist eine ausgesprochene Spätzünderin. Zweijährig war sie überhaupt nicht am Start und auch dreijährig deutet zunächst wenig auf ihre Klasse hin. Erst am 15.11.2014 konnte sie in Bremen ihre Maidenschaft ablegen und um diese Zeit sind die Sieglosen-Rennen nur noch sehr schwach besetzt. Am 4.05.2015 konnte sie dann in Frankfurt ihren ersten Ausgleich II gewinnen, allerdings unter Niedrigstgewicht. In Hannover lief sie dann schon fast unter Höchstgewicht. Von Techno Queen dürfen wir noch einiges erwarten.
Auf den 2. 3. ud 4. Platz dann Kiss me Kate, Alamance und North Point

North Point wechselte danach in den Stall von Elfi Schnakenberg und gibt am 18.07.2015 sein Debüt über die Hindernisse in Bad Harzburg.
Auf den Pätzen 5. 6 und 7 liefen ein Nelke, Victordina und Combination

Auf den Plätzen 8, 9 und 10 schließlich Doinyo, Nero (weigerte sich verbissen in die Startboxen zu gehen) und It's A Privilege


Ergebnis


Nun zum Hauptereignis des Renntages, das Bavarian Classic, ein Gruppe III über 2000m für Dreijährige, also eine typische Derby-Qualifikationsprüfung. Leider war die Beteiligung nur sehr mäßig. Nur 6 Starter.
Mit dem Sieger im Krefelder Ratibor-Rennen Los Cerritos war auch ein Gruppe-Sieger am Start:

Wenn man die Geschichte betrachtet, ist das Ratibor-Rennen der aussagekräftigste Zweijährigen-Test. Die berühmte Nereide gewann dieses Rennen, Schwarzgold wurde nur Zweite. Später gewannen Turfheroen wie Magnat, Orsini, Lombard, Kronenkranich, Abary, Lagunas, Lirung, Kornado und auch in den letzten jahren gewannen mit Precious Boy, Neatico, Gereon, Pastorius, Flamingo Star und Nordico fast durchwegs gute Pferde diese Prüfung. Los Cerritos konnte sich bislang noch nicht dieser ruhmreichen Reihe hinzugesellen. Sein Saison-Auftakt beim Busch-Memorial war eine Katastrophe. Eine Infektion sollte seine Leistung entschuldigen. Die Vorstellung in Hannover war deutlich besser, aber mehr als ein letzter Platz war trotzdem nicht drinnen. Frontrenner gingen an diesem windigen Tag mit einer Ausnahme generell unter. Los Cerritos wechselte nach diesem Rennen mit fünf weiteren Pferden des Stall Leons den Trainer, aber auch das sollte nichts bringen. Generell scheinen die erfolgreichen Zweijährigen vom letzten Jahr heuer wenig zu bringen.

Mit einem guten 2. Platz im Busch Menorial aber ohne Derby-Nennung King's Best Sohn Ajalo an:

Nach dem 2. Platz im Busch-Memorial nun auch ein 2. Platz im Bavarian Classic, beide male alle aber deutlich geschlagen von einem Wöhler-Pferd.

Ohne Blacktype dafür aber ganz in Schwarz gekleidete kreuzte Lovato in Hannover auf:

Lovato entstammt dem erstem Jahrgang seines Vaters Lauro (von Monsun aus einer Halbschwester zu Lando), einer der beiden Ittlinger Pillenhengste. Lauro lief also in Nordamerika unter Medikamenteneinfluß und erzielte dort mit einem Gruppe II Sieg auch sein bestes Resultat. Die Nachfrage nach ihm dürfte sich trotz seiner edlen Abstammung in Grenzen halten. Bislang hat auch noch keiner seiner Nachkommen einen Sieg erzielt, aber immerhin schaffte Lavato in Hannover die erste Gruppe-Platzierung für seinen Vater. Das sollte noch nicht das Ende der Fahnenstange sein und Lavato ist einfach ein bildhübsches Pferd, was in den Photos leider nicht so richtig herauskommt.

Lokalmatador war der Areion-Sohn Iraklion:

Er ist ein rechter Bruder zu Irini, die ein Gruppe-Rennen über 2000m in Italien gewann und auch gute Resultate über 2200 und 2400m aufweisen kann. Genügend Stehvermögen für das Derby könnte also da sein. Dafür dürfte er auf jeden Fall qualifiziert sein, denn für sein 4. Platz hat er vom Handicapper ein Rating von 90,5 Kg bekommen.

Eastsite One war der längste Außenseitter im Feld:

Immerhin ist Eastsite One Halbbruder zum letzjährigen Derby-Vierten Eric, der auch schon eine Gruppe-Rennen und heuer im Gerling-Preis Dritter wurde. Auch hatte schon bei der Frankfurter Derby-Quali eine "Recke" als längster Außenseiter gewinnen. Dieses mal konnte der Magier von Weilerwist allerdings kein Wunder vollbringen. Das Pferd hinterlies im Führring allerdings noch einen recht unreifen Eindruck und benötgte wie Iraklion zwei Pferdeführerinnen.

Haushoher 15:10 Favorit war schließlich der Sea The Star Sohn Quasillo:

Quasillo ist ein Enkel der legendären Quebrada.
Auf dem ersten Blick schaut die Vererber-Bilanz der Quebrada gar nicht so schlecht aus, aber so richtig überzeugen konnte mich bislang keiner ihrer Nachkommen 1. und 2. Grades. Aber erfolgreichsten war bislang sicherlich Quasillos Halbbruder Querari, immerhin Gruppe I Sieger in Italien, aber ein ein Ferrari war dieser Querari auch nicht. Quasilio schaut mir schon eher danach aus, auf jeden Fall die erste echte Fährhofer Derby-Chance seit Sabiango.

Wenden wir uns nun der Phase unmittelbar vor dem Start zu.
Hier kommen die Pferde angeführt von Los Cerritos (links) und Lovato (rechts) im Schritt langsam zur Startmaschine:


Hier haben wir Lovato (1.Bild), Iraklion (2. und 3.Bild) und Ajalo (4. und 5. Bild) vor und beim Einrücken in die Startmaschine:


Beim Favoriten Quasillo gab es plötzlich hektische Nervosität, insbesondere bei Simon Stokes (mit dem Bild zu Rücken der Kamera):

Quasillo wurde eine sogenannte Monty-Roberts-Decke (Dank an Topo für den Hinweis) aufgelegt. Diese Decke soll verhindern, daß sich Pferde beim Einführen in die Startbox an den seitlichen Trittbrettern verletzen. Quasillo hat auf mich vorher eigentlich einen sehr ruhigen Eindruck gemacht und auch in obigem Bildern lässt er die Prozedur ganz gelassen über sich ergehen. Er scheint aber Probleme mit der Startbox zu haben. Mitbekommen habe ich die nicht, denn es war jetzt höchste Eisenbahn mich selber für den Start zu positionieren. Ich dachte eigentlich, daß ich dazu genügend Zeit hätte und marschierte im moderaten Tempo Richtung Zielpfosten. Doch offenbar gingen Quasillo & Co völlig problemlos in die Startboxen hinein und so traff mich der Start völlig unvorbereitet. Deshalb konnte ich vom Start und vom ersten Vorbeilaufen der Pferde leider keine Bilder machen. Das ist wirklich sehr ärgerlich, denn man hätte an Hand der mit 5,5 Bilder pro Sekunde aufgenommenen Serie gut gesehen, wer ein guter und wer ein schlechter Starter ist. Insbesondere im Hnblick auf das Derby wäre das natürlich wichtig gewesen.
Es geht also gleich mit Aufnahmen vom Zieleinlauf weiter. Eingangs der Zielgerade fächert sich das Feld auf (von links nach rechts Quasillo, Lovato, Iraklion, Los Cerritos, Ajalo, Eastside One)


Hier hat sich Quasillo bereits klar und auch locker durchgesetzt:


Mitziehbilder sind Hannover schwierig, weil man nicht weiß wie weit außen die Pferden auf der Zielgerade laufen. Die beiden besten (vom Bavarian Classic) waren diese hier:

Bei optimalen Mitziehbilder muß die Aufnahmeachse senkrecht zur Bewegungsrichtung des Pferdes stehen, was selbst beim 2. Bild nicht der Fall war, aber bereits im 2. Bild war die Brennweite zu groß, um das Pferd einschließlich des Reiters vollständig abzubilden. Als die Aufnahmeachse schließlich senkrecht stand, fehlte vom Reiter das komplette Oberteil und auch vom Pferd fehlte einiges. So ein Bild ist natürlich unbrauchbar. Das werde ich im Laufe der Zeit sicherlich besser machen. Obwohl die beiden Mitziehbilder suboptimal sind, sind sie doch informativ und zeigen, daß Quasillo zum schluß regelrecht mit angezogener Handbremse geritten wurde. Schräg dahinter ist im 1. Bild der zweitplatzierte Ajalo noch zu sehen.

Hier einige Bilder vom Abgalopp (Eastsite One, Lovato, Quasillo, Ajalo, Los Cerritos)

Warum der Filip auf dem letzten Bild so frohen Gemutes ist, ist mir ein Rätsel.

Ein paar Bilder von Quasillos Triumphparade:


Die Nacktbilder aus dem Absattelring haben den großen Vorteil, daß man Exterieur in seiner gänze begutachten kann. Wir beginnen mit Ajalo:


Als nächstes Lovato:


und Iraklion:


Bei den Siegern der besseren Rennen, in unserem Fall also Quasillo, wird der Körper leider durch eine große Decke verdeckt:


Ein Siegerphoto gemeinsam mit Jockey und Pferdeführer:


Zum Abschluß noch ein paar Bilder von der Siegerehrung:


Hier das Video von German Racing:



Ergebnis


Halt, ein Pferd, das an diesem Tag seine Maidenschaft ablegte, dürfen wir nicht vergessen: Iquitos.

Das Maiden-Rennen, in dem er da startete, war eher mäßig besetzt und er hat es auch noch knapp vor der guten Miss Sommeroh gewonnen, aber schon im nächsten Rennen, einem Ausgleich III im Rahmen im Rahmen des Baden Badener Frühjahrs-Meetings war er nicht zu halten und gewann mit 11 Längen Vorsprung. Am 16.08.2015 verlor er dann nur sehr unglücklich in Krefeld auf Gruppe III Ebene gegen den Derb-Zweiten Palace Prince. Danach muß er sich verletzt haben, denn er verschwand von allen Nennlisten. Dreijährig war er das bislang beste Pferd, das sein Vater Adlerflug hervorbrachte. Wenn er sich von dieser Verletzung erholt, dürfen wir von ihm im nächsten Jahr großes erwarten.


Ein (viel zu) kurzes Pferdeleben
Warnung vor Marco Krüger
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zuletzt bearbeitet 01.12.2015 10:23 | nach oben springen

#2

Neue Bult 2015

in Galoppsport und Vollblutzucht 08.12.2015 08:53
von kassandro • 354 Beiträge

Renntag der Hannoverschen Volksbank

Schon 8 Tage später, am Pfingstmontag, den 25.05. fand der nächste Renntag statt, in dessen Mittelpunkt die traditionelle Hannoversche Derby-Vorprüfung, ein Listenrennen über 2200 Meter, stand.
Neben dem Hauptrennen handle ich hier den Ausgleich I über 1750 Meter ab. Souveräner Sieger wurde der Wallach El Tren aus dem Formstall von Andreas Wöhler:

El Tren steht im Besitz des Stall 24, hinter dem die Fußballer Claudio Pizarro, Tim Borowski und Thomas Müller stehen. Die Erwartungen waren nach diesem tollen Sieg sehr hoch und 4 Wochen später sollte El Tren dann auch einen 3. Platz auf Gruppe III Ebene in Dortmund, aber so ganz erfüllten sich die damals geweckten Erwartungen nicht. Er wurde dann auch im September im Rahmen des Arqana Arc Sales verkauft.

Auf Platz 2 dann King Rubi, der ebenfalls in diesem Rennen sein bestes Saison-Resultat einfahren sollte:


Noch kräftiges Aufwärtspotential sollte der auf Platz 3 einlaufende Diplomat haben:

Diplomat hatte 8 Tage zuvor bereits den Ausgleich II über 1600m an selbiger Stelle gewonnen.

Auf den Plätzen 4-7 haben wir dann Marunas, Letro, Dorado und Ideal:


Redesert lief zwar ebenfalls munter mit, warf aber seinen Reiter ab und konnte deshalb nicht in die WErtung kommen:


Hier kommt das Feld geschlossen aus dem Schlußbogen:

und El Tren drängt schnurstracks zu den Außenrails:

während die anderen Pferde innen bleiben:

Auf dem letzten Bild sieht man den späteren Zweiten King Rubi ganz innen neben dem reiterlosen Redesert, während es Marunas und Diplomat in der Mitte probieren.
Abschließend noch ein Bild von der Siegerehrung, bei der Fußballer allerdings fehlten:

In der Bildmitte (Dritte von links) Frau Wöhler, die den Ehemann vertrat, daneben Siegreiter Jozef Boijko mit Tochter und Sohn.

Ergebnis


Nun zum Hauptrennen, dem Grosser Preis der Hannoverschen Volksbank - Derby Trial. Wieder gab es nur 5 Starter, im Grunde eigentlich nur 4, denn Le Tiger Still wurde weniger von dessen Besitzer als vom Rennverein nachgenannt. Souveräner Sieger wurde der Lokalmatador Shimrano:


Shimrano gewann dann ein paar Wochen später auch das Union-Rennen in guter Manier und wurde dadurch zum Derby-Favoriten. Im Derby selber konnte er sich nicht in Szene setzen. Im Training trat sich dann einen Nagel ein und konnte nach dem Derby nicht mehr herausgebracht werden. Mal schauen wie es mit diesem hoffnungsvollen Nonsun-Sohn in 2016 weitergeht.

Mit 2,5 Längen Rückstand wurde der von Waldemar Hickst trainierte Ittlinger Novano Zweiter:

Leider war es das dann schon für Novano. Er wurde mittlerweile kastriert und ist momentan (13.12.2015) nicht mehr als aktiv gemeldet.

Auf den 3. Platz dann der Ammerländer Hot Beat:

Hot Beat startete noch mal in der Bremer Derby-Quali, wo er letzter wurde. Danach ein vorletzter Platz im Derby. Nach dem Derby dann noch ein 2. Platz im Ausgleich I und einige mäßige Ergebnisse in besseren Rennen.

Auf den 4. Platz schließlich der 17:10 Favorit Isidor aus dem Hause Schlenderhan:

Isidor steht mehr im Typ seines Vaters Adlerflug als der mit ihm nach verwandte Ito. Er enttäuschte nicht nur in Hannover sonder auch danach im Derby und wurde später im Jahr nicht mehr herausgebracht.

Abgeschlagen auf dem letzten Platz schließlich Le Tiger Still:

Le Tiger Still war der einzige Starter, der mit Black Type ins Rennen ging und ist auch der einzige der momentan (13.12.2015) noch im Training steht. Das Black Type hat er zweijährig mit einem 3. Platz im Baden Badener Zukunfsrennen erworben, konnte das später aber auf keinste Weise bestätigen. Er ist bestenfalls ein Ausgleich III Pferd. Anfangs war er bei Sascha Smirzek im Training, später wechselte er dann zu Andreas Wöhler, bei dem ihm wenigstens der erste Sieg gelang.

Was das Rennen angeht, so hab ich leider nur Bilder vom Start, bei dem zunächst Hot Beat und dann Shimrano an die Spitze setzen:


Hier das Renn-Video von German Racing:



Bilder von der Siegerehrung mit Ron-Robert Zieler:


Ergebnis


Leider gab es im 8. Rennen, einem Ausgleich II über 2400m, auch den Verlust eines Pferdes zu beklagen, der vom Gestüt Brümmerhof gezogenen Schwarzgelb:

Sie rutschte ausgangs des Schlußbogens aus und brach sie in ein Bein. Schwarzgelb - von Adlerflug aus der Schwarzgold-Linie - war dreijährig keine Überfliegerin und konnte erst gegen Ende der Saison ihre Maidenschaft ablegen. Vierjährig steigerte sie sich wie die meisten Adlerflug-Nachkommen und einen Sieg im Ausgleich II und damit die Zuchtqualifikation hätte ich ihr im Laufe des Jahres auf jeden Fall zugetraut. R.I.P.


Ein (viel zu) kurzes Pferdeleben
Warnung vor Marco Krüger
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zuletzt bearbeitet 05.03.2016 12:01 | nach oben springen

#3

Neue Bult 2015

in Galoppsport und Vollblutzucht 05.03.2016 14:51
von kassandro • 354 Beiträge

VGH Renntag
Am 14.06.2015, drei Wochen vor dem Derby, fand der 3. Renntag der Saison statt, der ganz von der zur Sparkassen-Gruppe gehörenden VGH Versicherung getragen wurde. Dank der VGH gibt es an allen Renntagen auch ein kostenloses gedrucktes Rennprogramm, das auf anderen Rennbahnen alleine schon 3€ kostet. Dazu gibt es auch noch einen guten Kugelschreiber zum ausfüllen der Wettscheinen. Wohl dem der einen solch treuen Sponsor hat!

Ich beginne meinen Bericht mit dem 2. Rennen, einem Sieglosen-Rennen für Dreijährige über 1600. Mit nur 6 Startern, von denen dann einer auch noch vom Start verwiesen wurde, auf dem ersten Blick kein sonderlich interessantes Rennen, aber vom Sieger Incantator sollte man im Laufe des Jahres noch eine Menge hören:


Incantator wird nicht nur von Andreas Wöhler trainiert, sondern steht auch in dessen Besitz und wurde auch noch von ihm gezogen. Ein paar Monate gewann sein ein Jahr jüngerer Halbbruder (von Lord of England) den Preis des Winterfavoriten. Seine nicht gelaufene Mutter Independent Miss ist eine Enkelin von Athenagoras bester Tochter Indica, die dieser zeugte, als er längst von Königsstuhl auf das Gestüt Alpen abgedrängt worden war. Incantator überzeugte bereits zweijährig mit einem Sieg über den sehr guten Areo und Lips Areios, verletzte sich dann und feierte bei diesem Rennen ein gutes Comeback. Wegen seines Sieges als Zweijähriger mußte er auch noch 3 Kg mehr tragen. Danach gings recht erfolgreich in Blacktype-Rennen weiter und er siegte zum Abschluß der Saison in Baden Baden auf Gruppe III Ebene. Von ihm dürfen wir noch einiges erwarten.
Auf einem guten 2. Platz die äußerst ungestüme Brümmerhofer Lando-Tochter Global Love:

Global Love ist aus der Linie der legendären Windwurf-Tochter Grimpola und wie der Name schon indiziert, eine nahe Verwandte zu Global Bang, Global Thrill, Global Dream, Global World und auch Global Wand, die wir im Hauptrennen wiedersehen werden. Auch die auf der Rennbahn und in der Zucht so erfolgreiche Lando-Tochter Gonbarda gehört zu ihrem näheren Verwandtenkreis und ist wohl der Grund, warum man Lando immer wieder in diese Linie einkreuzte. Auf der BBAG Jährlingsauktion wurde diese Stute für 46000€ vom Gestüt Auenquelle erworben und sie schlug sich in den Aujtionsrennen ganz ordentlich, brauchte aber bis zum September, um sich gegen schwache Konkurrenz auf ihrer Heimatbahn der Maidenschaft zu entledigen. Mit einem ruhigeren Temperament wäre sie sicherlich erfolgreicher gewesen. Trotzdem ist sie auf Grund ihrer erstklassigen Abstammungen sicherlich für die Zucht qualifiziert.
Schon deutlich zurück auf Platz 3 dann die Stute Sign your Name. Wie bei Incantor ist hier der Trainer auch Besitzer und Züchter und geritten wurde sie von dessen Tochter Steffi. Mutter ist die 2015 verstorbene, erstklassige Vererberin Salzgitter.

Zweijährig konnte Sign your Name in Köln sogar Blacktype ergattern und wurde dabei nur knapp vom späteren Derby-Zweiten Palace Prince geschlagen. Die hart geprüfte Stute wurde jedoch im Laufe ihrer Karriere immer schwächer.
Auf dem 4. Platz dann mit der Stute Arlett ein echte Premiere. Sie ist die bislang einzige Starterin von Prince Flori und das war ihr erster Start. Allzu viel werden wir von Prince Flori leider nicht mehr sehen, denn er hatte in dem einzigen Jahr, in dem er in Deutschland als Deckhengst aufgestellt war, nur drei Bedeckungen. Danach wurde an das Knockhouse Stud nach Irland verkauft. Immerhin gibt es auf deren Facebook-Seite ein Bild von ihm. Er hätte ein besseres Schicksal verdient gehabt. Hier drei Bilder von Arlett:

Arlett ist ein solides Agl. III Pferd und konnte sich während der Großen Woche auch ihrer Maisenschaft entledigen. Ich hab auf sie eine kleine Sympathie-Wette abgegeben:


Abgeschlagen auf dem 5. Platz lief Fire Prince ein:


Stafettino musste vom Start verwiesen werden:


Ein paar Bilder vom Zieleinlauf:

und der Siegerehrung (Andreas Wöhler wurde durch seine Gattin vertreten):


Video von German Racing:



Ergebnis


Als zweites Rennen habe ich mir den Ausgleich III (Kategorie D) über 1750 Meter ausgesucht. Hierfür gibt es zwei Gründe. Der erste ist Publikums-Liebling Silvery Moon, der gern als schnellster Schecke der Welt beworben wird. Mittlerweile gibt es aber edel gezogene Konkurrenz aus Japan. Beide Schecken stammen von Halo ab, der wohl das Schecken-Gen in sich trug. Im Gegensatz zu Halo und seinem berühmten Sohn Sunday Silence, die bösartige Menschenfeinde waren, hat Silvery Moon für einen Hengst einen sehr angenehmen Charakter. Er ist auch ein Vielstarter und verdient meistens dabei auch noch Geld. Eine Woche vor Hannover lief er in Baden Baden auf einen 4. Platz ein.



Silvery Moon hat auf der linken Seite ein blaues und auf der rechten ein braunes Auge, ist es also ein echter Exot. Im Absattelring hab ich ein kleines (11 Sekunden lang) Video von Silvery Moon beim duschen gemacht:

Im Hintergrund hört man die Stimme von Franz Prinz von Auersperg, dem Besitzer von Silvery Moon und Pastorius. Schon zuvor hat er Herrn Faust im Führring ein Interview gegeben:

Mich wundern die vielen Starts von Silvery Moon. In der Schecken-Zucht könnte er richtig Geld verdienen. Er ist immer noch als Rennpferd aktiv gemeldet und wird wohl auch 2016 wieder Zuschauermagnet auf deutschen Rennbahnen sein. Leistungsmäßig ist er im Ausgleich III einzuordnen und er belegte in obigem Rennen auch den 2. Platz, lag im Ziel allerdings 7 Längen zurück und trug 7 Kg weniger als die Siegerin Holy Moly:


Holy Moly hatte vorher erst ein Maiden-Rennen - natürlich siegreich - absolviert, blieb dann am Ascot-Renntag in Hannover auf Listenebene ebenfalls siegreich und mußte mit einem zweiten Platz auf Gruppe II Ebene in Frankreich ihre Karriere dann verletzungsbedingt beenden. Andreas Wöhler entwickelt sich wie Jim Bolger oder einst Frederico Tesio immer mehr in Richtung Züchter-Besitzer-Trainer und Holy Moly spielte dabei sicherlich eine bedeutende Rolle. Leider wurde daraus nichts. Holy Moly kam bei einer gynäkologischen Routine-Untersuchung wie einst die unvergessene Vanjura ums Leben.
Auf den Plätzen 3-7 dann Spicy, Mastoso, North Point, Sugar Babe und abgeschlagen Zazoulino:


Hier noch drei Bilder vom Rennverlauf auf der Zielgerade

und eines von der Siegerehrung:


Ergebnis


Nun zum Hazptereignis des Renntages, einem Listenrennen für ältere Stuten über 1900 Meter. Auf dem ersten Blick ein reines Blacktype-Beschaffungsrennen, aber rückblickend muß man sagen, daß das Rennen sehr stark besetzt war. Alle neun Teilnehmer haben mittlerweile Blacktype und drei sind Gruppe-Siegerinnen.

Favoritin war Görlsdorfs letztjährige Diana-Hoffnung Wunder. Obwohl sie in Hannover einen recht späten Saison-Einstand gabm war die Quote mit 19:10 sehr niedrig und die Wetter sollten Recht behalten.


Wie man sieht steht Wunder sehr im auffälligen Typ ihres Vaters Adlersflug. 6 Wochen nach dem erfolgreichen Einstand in Hannover zeigte Wunder mit einem sehr guten 3. Platz im Dallmayr-Preis (Gruppe I) ihre wohl beste Lebensleistung und verabschiedete sich danach mit einem enttäuschenden letzten Platz beim Prix Jean Romanet in Deauville in die Zucht.

Auf dem 2. Platz mit einer stplzen Quote von 276:10 die längste Außenseiterin Global Wand:

Die glänzend gezogene Grimpola-Enkelin und Doyen-Tochter hat sich damit für die Zucht empfohlen.

Auf Platz 3 ein Gast aus Frankreich, die von Henri-Alex Pantall für Godolphin trainierte Lovely Story:


Das letzte Platzgeld sicherte sich die von Andreas Bolte trainierte Early Morning:

Early Morning kommt von ganz unten. 2012 startete sie ihre Karriere dreijährig in Hannover mit einem 11. und letzten Platz 40 Längen hinter dem längst vergessenen Sieger Hieronymus, für den es das letzte Rennen war. Erst im 7. Rennen gelang ihr der erste Sieg in einem Ausgleich IV in Frankfurt. 2013 dann zwei Siege im Ausgleich III. 2014 schließlich zwei Siege im Ausgleich II und ein 3. Platz in einem Listenrennen in Hannover, also Blacktype. 2015 schließlich war obiger 4. Platz in Hannover ihr schlechtester Platz und ihre Karriere fand mit einem sicherlich etwas glücklichen Gruppe III in Hannover am Saisonende ihren vorläufigen Höhepunkt. Andreas Bolte scheint ein Spezialist für alte Rennpferde zu sein. 2014 brachte er den ebenfalls in seinem Besitz stehenden Ever Strong ebenfalls sechsjährig zu seinem ersten Gruppe-Sieg. Early Morning bleibt auch siebenjährig im Training. Mal sehen, ob es weiter aufwärts geht.

Auf den Plätzen 5-9 dann Lady's Day, Aylin, Queenie, Love Happens und High Strung:

Mit der Areion-Tochter Queenie aus der Linie der Quebrada ging es nach diesem Rennen im Alter von fünf Jahren noch einmal richtig steil bergauf: Nach Listenplatzierungen in München und Düsseldorf verabschiedete sie sich mit einem souveränen Gruppe III Sieg gegen starke Hengst am 4.10. in Düsseldorf in die Zucht.

Einige Bilder vom Zieleinlauf:


Auf den letzten beiden Bilder im Vordergrund von links nach rechts: Lady's Day, Early Morning, Global Wand und Wunder.

Abschließend zwei Bilder von der Siegerehrung

und das Rennvideo von German Racing:


Ergebnis


Ein (viel zu) kurzes Pferdeleben
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zuletzt bearbeitet 22.03.2016 06:13 | nach oben springen

#4

RE: Neue Bult 2015

in Galoppsport und Vollblutzucht 21.03.2016 10:32
von kassandro • 354 Beiträge

Audi Ascot-Renntag
Der Ascot-Renntag ist neben dem abschließenden Renntag der Gestüte der sportliche Höhepunkt und vom Rahmenprogramm der aufwendigste Renntag. Stargast war Werbe-Ikone Verona Pooth und etliche andere B- und C-Promis, die ich nicht kenne. Hier wird sie von Rennvereins-Präsident Gregor Baum vorgestellt und die Männer stehen stramm:

Bei der Autogrammstunde gab es großen Andrang:

Auch die Siegerehrungen der beiden Blackttype-Rennen wurden von ihr veredelt.
Höhepunkt des Rahmenprogramms war der Lady Elegance - Wettbewerb, wo das eleganteste Outfit der Rennbahnbesucherinnen mit von den Sponsoren gestifteten Preisen prämiert wurde:

Moderiert wurde dieser von Verona und dem links neben ihr stehenden Mode-Fuzzi


Ziemlich englisch war leider auch das Wetter - es nieselte bei den meisten Rennen -, so daß ich die sehr feuchtigkeitsempfindliche Lumix FZ200, die ich für den extremen Tele-Bereich verwende, kaum verwenden konnte.

Ich beginne mit dem 2. Rennen, einem Ausgleich III über 2000 Meter. Gewonnen wurde dieser mit einem knappen Sieg des Favoriten Angel Moon

knapp vor der widerspenstigen Stute Chancy


Gut eine Länge dahinter gab es um den 3. Platz einen ähnlich harten Kampf zwischen dem Lokalmatador Glam Rock

und Elkantino

deutlich vor der Stute Lascalina


Man kann sich nun fragen, warum ich hier ausgerechnet über einen Ausgleich III mit 5 Teilnehmern berichte. Zum sind mir ein paar schöne Photos vom recht spannenden Kampf auf der Zielgerade gelungen, die ich weiter unten präsentiere. Zum anderen möchte ich damit einen Veteranen der Rennbahn meine Referenz erweisen, den ich in diesem Rennen zum letzten mal gesehen hatte. Ich spreche von Elkantino. Er brach sich am 17.02.2016 bei einem Sandbahn-Rennen in Dortmund ein Bein und musste aufgegeben werden, nachdem er an selbiger Stelle am 2.01.2016 seinen letzten Sieg errungen hatte. Er war das Ebenbild seines Vaters Kalatos und absolvierte mit 66 Starts fast so viele diese. Wie dieser gab er 8 Jahre lang sein bestes für Besitzer und Trainer. Sein bestes Resultat war ein Sieg bei einem Ausgleich II in Dortmund, aber im Grunde war er ein gutes Ausgleich III Pferd. Schade, daß diesem treuen Pferd kein besseres Ende vergönnt war.

Bilder vom Start


vom Zieleinlauf


und von der Siegerehrung


Ergebnis



Weiter geht es mit dem ersten Zweijährigen-Rennen des Jahres 2015 in Hannover. Es ging über die Distanz von 1300 Metern und überlegene Siegerin wurde die längste Außenseiterin Shy Witch:

Bei nur 6 Startern ist Shy Witch' Quote von 159:10 schon außerordentlich hoch. Wie man auf obigen Bildern sieht, ist sie nur schwer zu halten, aber es war sofort klar, daß man es bei Shy Witch trotz mäßiger Mutterlinie mit einem besseren Pferd zu tun hat. Sie bekräftigte diese Einschätzung später auch mit einem guten 2. Platz im Baden Badener Zukunftsrennen (Gruppe III) und im Listensieg zum Saisonende wieder in Hannover. Wenn es gelingt die Widerspenstige zu zähmen, dann könnte aus ihr ein internationales Klasse-Pferd a la Vanjura werden. Ihre Unartigkeit kommt wohl nicht von ihrem Vater Areion sondern von ihrer Mutter, denn ihr Halbbruder Shy Moon kann trotz Kastration außerhalb Hannovers, wo er wie sein Schwester von Hans-Jürgen Gröschel trainiert wird, überhaupt nicht starten.

Auf Platz 2 der von Alexander Löwe trainierte Braveheart Bear:

Wie man sieht, war auch Braveheart Bear noch ein ziemlich unreifes Pferd. Er ist ein Sohn des führenden englischen Zweijährigen-Vererbers Kodiac. Im Preis des Winterfavoriten (Gruppe III) belegte er später einen respektablen 4. Platz.

Auf den 3. Platz dann die von Peter Schiergen trainierte Saddex-Tochter Bastille:

Sie belegte danach auch einen 3. Platz im Kölner Auktionsrennen, einen 5. Platz im Junioren-Preis und einen 8. Platz im hochdotierten Leisten-Memorial. Auch sie scheint für höhere Aufgaben vorgesehen zu sein.

Auf den 4. Platz die Fährhoferin Senadora:

Senadora belegte danach noch einen 9. Platz im zweihöchstdotierten Auktionsrennen in Baden Baden.

Auf den 5. Platz Lord of England Sohn Near England:

Near England gewann danach noch ein Maiden-Rennen in Dresden.

Auf dem 6. und letzten Platz schließlich der haushohe Favorit (14:10) Toufan Al Hawa:

Trainer Andreas Wöhler äußerte sich im Vorfeld auch noch recht optimistisch über den gut aussehenden Exceed and Excel Sohn. Er wurde danach nicht mehr an den Start gebracht, ist aber wie alle anderen Starter dieses Rennens nach wie vor (23.03.2013) als aktives Rennpferd registriert. Insgesamt kann rückblickend von einem qualitativ sehr starken Starterfeld bei diesem Rennen sprechen.

Bilder vom Zieleinlauf:



Auf den Bildern sieht man sehr schön, wie locker Shy Witch - nur mit den Händen geritten - davonzieht, auf den letzten Bildern aauch, wie ihrem Reiter Vladimir Panov der Sattel nach hinten wegrutscht. Er stieg deshalb auf der Gegengerade ab und marschierte mit Sattel zum Absattelring

den man Shy Witch ersparte.

Abschließend ein Bild von der sehr kostümbetonten Siegerehrung - die Staatsoper war Sponsor des Rennens

und das Video von German Racing:



Ergebnis


Kommen wir nun zum ersten Blacktype-Rennen des Tages, einem Listenrennen für dreijährige Stuten über 2000m. 4 Wochen vor dem Preis der Diana kann dieses Rennen als Qualifikationsprüfung für dieses klassische Rennen angesehen werden.

Siegerin nach hartem Kampf wurde Andreas Wöhlers Holy Moly


Leider sind das alles nur noch Abschiedsphotos. Wie schon im vorhergenden Beitrag über den VGH-Renntag berichtet wurde, kam Holy Moly nach einem gynäkologischen Eingriff Anfang 2016 auf tragische Weise ums Leben.

Auf Platz 2 die Lord of England-Tochter Bravo Girl


Fast 5 Längen zurück dann schon die Brümmerhoferin North Sea, Halbschwester zu Not For Sale und North Star:


Das letzte Geld sicherte sich die Godolphin-Stute Ceaseless

und auf den Plätzen 5-9 Rock my World, Meliora, Drejö, Niyama und Chantilly


Vom Rennen hab ich leider keine Bilder, dafür aber drei von der Siegerehrung

und das Video von German Racing


Ergebnis


Nun zum Höhepunkt des Tages, dem Gruppe II Rennen über die Meile.
Sieger wurde der von Jens Hirschberger trainierte Wild Chief:

Wild Chief hatte ich durchaus für Platz 3 oder, wenn's hoch kommt, Platz 2, auf der Karte, aber nicht als Sieger, denn bislang waren ihm zwar viele gute Platzierungen in Blacktype-Rennen gelungen aber keine Siege, und das war ein sehr imposanter Sieg, wobei er bei Nieselregen (=erhöhter Luftwiderstand) auch noch voll im Wind lief. Anschließend gelang ihm noch ein etwas glücklicher 3. Platz beim Prix Jacques Le Marois (Gruppe I) in Deauville und ein 5. Platz beim Prix du Moulin (Gruppe I) am Arc-Sonntag. Sehr verwunderlich ist die Distanz über der er diese Leistungen erbrachte. Sein Vater Doyen vererbt sehr viel Stehvermögen und dasselbe kann man auch über seinen 2. Vater Acatenango und seinen 3. Vater Platini sagen. Sein Pedigree trieft also nur so vor Stehvermögen, und auch vom Exterieur sieht er eher wie ein Steher als ein Meiler aus. Für die Zucht wäre er durchaus interessant, denn er ist frei von Big Shuffle Blut und sein Vater Doyen vererbte sich hervorragend mit dessen hier reichlich vorhandenen Töchtern. Doyen verschaffte Big Shuffle im Jahr 2015 sogar das Stutenvater-Championat. Für eine Deckhengst-Karriere fehlen ihm aber noch ein Gruppe-Siege.

Auf Platz 2 der zweitlängste Außenseiter Felician


Auf den 3. Platz der längste Außenseiter und Vorjahressieger Red Dubawi


Auf Platz 4 Nordico


Auf Pkatz 5 der Lokalmatador und Frontrenner Wildpark


Auf dem 6. und letzten Platz die haushohe Favoritin Full Rose


Bilder vom Start:


Zieleinlauf:




Video von German Racing:


Ergebnis


Ein (viel zu) kurzes Pferdeleben
Warnung vor Marco Krüger
Video-Portal des Deutschen Galopprennsports auf Youtube

zuletzt bearbeitet 26.03.2016 11:38 | nach oben springen


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