#1

Das Plünderungspaket "für" die Lufthansa

in Ohne Photo 29.05.2020 22:33
von kassandro • 688 Beiträge

Leider ist in den Medien immer nur von einem Rettungspaket von 9 Milliarden € die Rede. Entscheidend sind jedoch die Details und die sind für die Lufthansa verheerend. Ich beziehe mich im folgenden auf den Artikel in Frankfurt-Live.
Zunächst gibt es da einen normalen Kredit von 3 Mrd. € mit unbekannten Zins. Gegen diesen Kredit habe ich eigentlich nichts einzuwenden, wenn die Konditionen denen eines staatlich garantierten Kredites entsprechen.
Als nächstes greift sich das Merkel-Regime 20% der Aktien zum Stückpreis von 2,56€. Das ist ein Erpresserpreis. Im Januar 2018 kostete eine Aktie noch etwa 30€. Selbst jetzt notiert die Aktie noch über 9€. Insgesamt kosten die 20% Lufthansa dem Staat nur 300 Mio. €. Das wäre auch noch hinzunehmen, gäbe es nicht noch 2 stille Einlagen, die es wirklich in sich haben. Die erste hat ein Volumen von 4,7 Mrd. € mit einer Verzinsung von 4% in 2020 und 2021. Danach soll die Verzinsung auf 9,5% steigen. Die stille Einlage kann aber nur mit einem Wucherzins von 12% pro Jahr zurückgezahlt werden. Es gibt eine weitere stille Einlage von 1 Mrd € mti denselben Konditionen, die im Falle einer Übernahme aber in 5% der Aktien ggewandelt werden kann. Insgesamt zahlt Lufthansa 12% von 5,7 Mrd. € pro Jahr, das sind knapp 700 Mio. € alleine, um die stillen Einlagen zu bedienen. Hinzu kommen die unbekannten Kosten für den KfW-Kredit und andere Kredite, die die Lufthansa schon jetzt bedienen muss. Alleine für die stille Einlage muss die Lufthansa mehr Geld auszahlen als sie in den besten Jahren je an alle Aktionäre ausgezahlt hat. Wenn die Merkel-Regierung alle Unternehmen, die sie durch ihren beispiellosen Corona-Amoklauf ruiniert hat, so rettet wie die Lufthansa, dann bleibt von der deutschen Wirtschaft nicht mehr viel übrig. Die Lufthansa kann diese stille Einlage nur mit einer gigantischen Kapitaleinlage zurückzahlen. Diese kann sie aber nur durchführen, wenn der Aktienkurs auf alte Höhen steigen würde. Bei den exorbitanten Kosten für die stille Einlage ist dies aber selbst bei einem wieder florierenden Luftfahrtgeschäft unmöglich. Es kommt jedoch für die Lufthansa noch schlimmer. Im Gegenzug für die verheerende Eigenkapitaleinlage muss die Lufthansa wegen der EU wichtige Landerechte an den beiden Drehkreuzen Frankfurt und München abgeben, was die Profitiabilität wahrscheinlich weiter schwächen wird, wobei ich kein Experte bin, der die Schäden, die durch den Verlust der Landerechte entstehen, ermessen kann. Der grosse europäische Konkurrent Air France KLM erhält hingegen Staatsbürgschaften und Staatsdarlehen. Im Gegenzug muss das Unternehmen die meisten franz. Inlandsverbindungen einstellen, um Platz für den staatlichen TGV zu machen.
Insgesamt kann ich den Lufthansa-Aktionären nur raten: Verkaufen, verkaufen und noch mal verkaufen, bevor die Dimensionen dieses Rettungspaketes allen klar werden.


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#2

RE: Das Plünderungspaket "für" die Lufthansa

in Ohne Photo 17.06.2020 14:39
von kassandro • 688 Beiträge

Heinz Hermann Thiele macht dem aktionärsfeindlichen Lumpenstück einen Strich durch die Rechnung. Statt dem Plünderungspaket muss eine reine Kreditlösung vergleichbar mit Air France KLM her. Dann kann die EU-Krake der Lufthansa auch keine Landerechte wegnehmen.


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#3

RE: Das Plünderungspaket "für" die Lufthansa

in Ohne Photo 19.06.2020 03:51
von kassandro • 688 Beiträge

Ich kannte und schätze Heinz Hermann Thiele schon lange, aber so viel Chuzpe hätte ich ihm nicht zugetraut. Keinem deutschen Unternehmer hätte ich es zugetraut, dass er diesem charakterlosen Regime so die Zähne zeigt. Für das ebenso charakterlose Lufthansa-Management, dass seine Aktionäre durch den "Rettungsdeal" auf übelste Art verraten hat, nur um selber weiterwursteln zu können, dürfte das noch üblere Konsequenzen haben. Jetzt wird ein unternehmerischer Wind bei der Lufthansa einziehen, und das wird dem Unternehmen auf längere Sicht sehr gut tun. Thiele hat gezeigt, dass man auch in einer alten, schwierigen Branche, der Automobilindustrie, profitabel und nachhaltig wirtschaften kann. Meiner Meinung nach muss das Lufthansa-Management gefeuert werden. Es wird einen neuen viel besseren Deal mit der Regierung geben, der das Wort "Rettung" auch verdient, denn die Regierung kann es sich einfach nicht erlauben, das Unternehmen pleite gehen zu lassen.
Hoch lebe Heinz Hermann Thiele!

https://www.spiegel.de/wirtschaft/untern...c080cbf#ref=rss


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#4

RE: Das Plünderungspaket "für" die Lufthansa

in Ohne Photo 20.06.2020 06:58
von kassandro • 688 Beiträge

Ich denke mal, dass unsere Mutti Herrn Thiele und seinen Firmen jetzt mit einer dauernden Steuerprüfung droht, die sich mehr als gewaschen hat. Auch bei den Corona-Hilfen kann ein so unkooperativer Unternehmer nur zu kurz kommen. Es gibt viele Wege, widerspenstige Unternehmer sich gefügig zu machen. Ich bin mal gespannt, wie viel Rückgrat Thiele hat. Er wird sehr viel davon gebrauchen können und im Sinne der Lufthansa ist ihm dies auch zu wünschen.


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#5

RE: Das Plünderungspaket "für" die Lufthansa

in Ohne Photo 15.07.2020 13:38
von kassandro • 688 Beiträge
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