#1

In Trump we trust

in Ohne Photo 24.04.2018 08:41
von kassandro • 495 Beiträge

Nein, ich vertraue keinem Politiker, schon gar nicht Donald Trump, aber der Spruch ist einfach so herrlich provokant. Abgeleitet wurde er von In God we trust, der auf jeder Münze und jedem Geldschein der USA geprägt oder gdruckt ist. Das ist sogar gesetzlich so geregelt. Dank des markanten Vorderreims von "trust" auf "Trump" klingt er sogar besser als das Original. Außerdem wird "God" durch "Trump" ersetzt, was Gutmenschen zusätzlich provozieren würde, wenn sie denn diese Raffinesse überhaupt mitbekommen. Ich bin nicht der erste, der auf diesen genialen Spruch gekommen ist. Gutmenschen-Schreck Ann Coulter publizierte ein gleichnamiges Buch und es gibt unzählige mit diesem Spruch bedruckte T-Shirts. Tatsächlich haben viele der Anhänger von Donald Trump ein geradezu biblisches Vertrauen in ihr Idol und daran hat sich auch wenig durch die Realität nach der Wahl geändert. Trump hat sich in bemerkenswerter Weise darum bemüht seine Wahlversprechungen umzusetzen. Wo ihm das nicht gelungen ist, hätten anmaßende Richter und der Kongress das verhindert. Mit dem Slogan "Promises Made Promises Kept" zieht er dann auch durch's Land und es werden sogar schon Trump Münzen mit diesem Spruch hergestellt:


"In Trump we trust" wäre dafür allerdings viel besser geeignet. Insgesamt treibt Donald durch auf vielen Produkten eingebrannten Parolen wie "America First", "Make America Great Again" und natürlich "In Trump We Trust" seine Ikonisierung voran und wird immer mehr zur konservativen Anti-Establishment Marke. So etwas war bislang nur linken Idolen vorbehalten, aber das Blatt hat sich gewendet. Seit einiger Zeit repräsentiert der Gutmensch das Establishment und terrorisiert durch beispiellose Bevormundung die Welt. Die 68er - sie feiern gerade ihr fünfzigjähriges Jubiläum - haben erfolgreich den Marsch durch Institutionen angetreten. Es regt sich Widerstand gegen den Marsch in den Gutmenschen-Faschismus und der Sieg Trumps bei den Präsidentschaftswahlen 2016 ist unzweifelhaft dessen mit Abstand bislang größter Erfolg. Trump hat fast gegen die gesamten Medien, gegen einen Großteil seiner eigenen Patei und mit halb so viel Geld wie seine Gegnerin diesen bemerkenswerten Sieg errungen. Die "Lügenpresse" hat nichts unversucht gelassen, Trump zu verhindern. Höhepunkt war sicherlich das von der Watergate-Zeitung Washington Post initiierte Pussygate. Durch solche sachfremde Kampagnen mit denen man erfolglos die Trump-Unterstützung konservativer aber auch an eheliche Treue glaubender Menschen erschüttern wollte, haben sich Washington Post und New York Times als charakterlose Dreckschleudern geoutet. Lustigerweise mündete diese Kampagne in die MeToo-Bewegung ein, die die gute alte Besetzungscouch in Verruf brachte und auch vielen Gutmenschen den Kopf kostete. Trump aber überwand selbst diesen Dreck. Wer ihn trotzdem für einen Dummkopf hält, der ist es selber.


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zuletzt bearbeitet 09.05.2018 21:08 | nach oben springen

#2

RE: In Trump we trust

in Ohne Photo 03.05.2018 11:31
von kassandro • 495 Beiträge

Trumps auffälligste Eigenschaft ist seine enorme Egomanie. So etwas sieht man fast nur bei Kindern und führte dazu, dass viele ihn für nicht richtig bei Verstand halten. Ich hab Trump in den 80er jahren in den USA erlebt, als ich dort lebte. Er machte damals seinem Ego entsprechende Investitionen wie das Taj Mahal in Atlantic City und kaufte die Fluglinie Eastern Shuttle und nannte sie Trump Shuttle. Damals dachte ich, dass dieser Verrückte die von seinem Vater aufgebaute Firma schnell gegen die Wand fahren würde, und die meisten dieser Investitionen liefen auch schief. Aber Trump überlebte alle Krisen der vergangenen drei Jahrzehnte. Er muss offenbar dazugelernt haben und geschickt organisierte er seine Firme so, dass der Zusammenbruch eines Unternehmensteil nicht das ganze Imperium zum Einsturz bringen konnte. Auch wenn es später immer wieder Pleiten gab, dieser Mann ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und kann nicht dumm sein. Der Mann hat mit halb so viel Geld, gegen einen erheblichen Teil der eignenen Partei und fast gegen die gesamte Medien die Präsidentenwahlen gewonnen. Wer ihn für dement hält, ist es selber.
Trumps zweite Negativeigenschaft ist seine ungeheure Rachsucht und Unbeherrschtheit. Typisch hierfür ist die Entlassung von FBI-Chef James Comey, weil dieser sich nicht zu seinem Hilfssheriff machen lassen wollte. Das war ein schwerer Fehler und Trump möchte auch gerne den Sonderermittler Robert Mueller und den für Trump zuständigen Vizejustizminister Rod Rosenstein, was ein noch schlimmerer Fehler wäre. Trump erwartet unbedingten Gehorsam von seiner Regierung.


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#3

RE: In Trump we trust

in Ohne Photo 09.05.2018 21:02
von kassandro • 495 Beiträge

Eng verbunden mit seiner Unbeherrschtheit ist seine Unberechenbarkeit. Da hat so mancher Tweet ein kleines Börsenchaos ausgelöst. Am Ende war alles nicht so schlimm und selbst die Börsianer sind mittlerweile einigermaßen abgehärtet gegenüber solchen Aktionen. Unsere Lügenstrolche dämonisieren regelrecht seine Unberechenbarkeit, kombinieren sie mit seiner angeblichen Demenz und malen einen von ihm ausgelösten Atomkrieg an die Wand. Selbst die Leiterin unseres örtlichen Supermarkts bekannte mir gegenüber ihre Angst vor Trump. Ich hab sie beruhigt. Sicherlich ist eine solche Gefahr bei Trump um eine Vielfaches höher als bei Obama, aber doch immer noch verschwindend gering. Zu gering, um sich darüber zu sorgen. Trump ist zwar oft schrill in seinen Worten aber durchaus vorsichtig in seinen Taten. Das sieht man bei der Auseinandersetzung um Zölle oder auch bei der Aufkündigung des Iran-Abkommens. Trump will ständig einen Deal machen - das ist eine seiner Kardinaleigenschaften - und da ist es eine übliche Verhandlungstaktik, dass man erst mal lautstark irgendwelche Maximalforderungen erhebt, um sich dann irgendwo in der Mitte zu einigen. Das mag vielen als Wild West Manieren erscheinen, aber die Welt wird sich darauf einstellen müssen.


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#4

RE: In Trump we trust

in Ohne Photo 13.06.2018 11:53
von kassandro • 495 Beiträge

Die Amerikaner wollten keinen Präsidenten sondern einen Rüpel und den haben sie auch bekommen. Er hat ihre Erwartungen übererfüllt und je besser die US-Wirtschaft läuft desto mehr wird er das tun. Im Grunde ist Trump die Antwort des Volkes auf die Political Correctness, mit der man dem Volk das Maul verbieten will. Das Pendel droht jetzt in die andere Richtung zu schwingen. 2018 könnte das Jahr der Rüpel werden. Besser als Political Correctness ist das Rüpeln allemal.


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#5

RE: In Trump we trust

in Ohne Photo 13.06.2018 11:54
von kassandro • 495 Beiträge

Der begnadete Rüpel hat gegenüber unseren Politiker zwei fundamentale Vorzüge. Er ist kein Blutsauger und kein Bevormunder. Seine Steuerreform wurde zwar vom Kongress etwas verwässert, bringt jedoch beachtliche Einkommenszuwächse für die Mittelklasse und vor allem kleine Unternehmen, die ihre Gewinne nicht in irgendwelche Steueroasen verlagern können. Leider kommt diese mutige Reform zum völlig falschen Zeitpunkt. 2008, auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, wäre sie eine phantastische Sache gewesen, um die Karre aus dem Dreck zu ziehen und hätte ein Vorbild für die ganze Welt sein können. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sie allerdings einen ohnehin nicht schlecht laufende Konjunktur regelrecht heißlaufen. Es herrscht Überbeschäftigung, die unweigerlich in einen Boom-Bust-Zyklus münden wird. Noch wichtiger als die Steuerreform ist die Deregulierung. Viele reden von Entbürokratisierung und machen genau das Gegenteil. Die EU ist das Symbol für diesen Terror, jüngste Untat die DSVGO Die Trump-Regierung schafft hingegen beinahe täglich Vorschriften und ganze Behörden ab. Das ist eine wahre Befreiungsbewegung für Bürger und Wirtschaft.


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#6

RE: In Trump we trust

in Ohne Photo 20.06.2018 08:46
von kassandro • 495 Beiträge

Zölle
Nicht immer lässt Donald Trump großen Worten auch große Taten folgen. Bei den Zöllen aber tut er es. Mit 25% auf Stahl und 10% auf Aluminium langt er dabei gleich kräftig zu, aber Zimperlichkeit sind wir von ihm sowieso nicht gewohnt.
Stahl ist kein Endprodukt sondern ein Grundstoff für die Metall verarbeitende Industrie insbesondere natürlich die Automobilindustrie. Zölle auf Stahl erhöhen deshalb deren Kosten und verschlechtern damit deren Wettbewerbsfähigkeit. Die amerikanische Industrie braucht billigen Stahl und manche Stahlsorten werden in den USA überhaupt nicht mehr hergestellt. Zwar stabilisieren die Stahlzölle die verbleibenden Reste der amerikanische Stahlindustrie, aber Wachstumsinvestitionen wird es in diesem Bereich nur geben, wenn diese Zölle lange Zeit bestehen würden, womit allerdings kein Mensch rechnet. Selbst Donald Trump wird diese zumindest deutlich senken und in einigen Bereichen völlig abschaffen müssen. Stahlzölle sind die dümmstmöglichen Zölle und schaden die amerikanische Wirtschaft mehr als die ihrer Konkurrenten. Bei Aluminium ist die Situation ähnlich aber weniger schlimm und die Alu-Zölle sind im vornherein nicht so exorbitant wie die auf Stahl. Beim Bau von Flugzeugen allerdings ist Aluminium der zentrale Grundstoff. Boeing wird also unter den Alu-Zöllen leiden. Boeing produziert jedoch hauptsächlich in Bundesstaaten, die Trump nicht gewählt haben.
Ganz anders wirken sich die Zölle auf Endprodukte wie z.B. Autos aus. Da würde alleine der Verbraucher die Zeche zahlen und die noch ziemlich große US-Automobilindustrie würde stark profitieren. Grössere Wachstumsinvestitionen im eigenen Land wird es aber nur dann geben, wenn Aussicht auf eine lange Dauer der Zölle besteht. Auf Mexiko hätten Autozölle verheerende Auswirkungen. Da dort auch deutsche Hersteller, insbesondere VW, groß investiert haben, würde es auch diese hart treffen. Gottseidank ist Trump momentan mit dem Handelskrieg gegen China ziemlich "ausgelastet", so dass sich deshalb die Auto-Zölle zumindest verzögern werden. Auch hört Trump auf das Urteil der Börse, die seit Februar deutlich korrigiert hat, aber immer noch deutlich über dem Niveau vor Trumps Amtsantritt steht. Die im Russel 2000 vereinigten "Small Caps" eilen trotz Protektionismus sogar von Hoch zu Hoch. Die Wirtschaft der USA läuft heiß und da kommt die kleine Abkühlung durch den Protektionismus durchaus gelegen. Beides, Überbeschäftigung und Protektionismus, treiben die Inflation und es besteht jetzt eine reelle Chance auf die Ausbildung einer Lohn-Preis-Spriale wie in den 70er Jahren. Davon träumen die Politiker der ganzen Welt. Die Globalisierung hat diese bislang trotz einer ungeheuren Geldschwemme verhindert.


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zuletzt bearbeitet 20.06.2018 21:52 | nach oben springen

#7

RE: In Trump we trust

in Ohne Photo 22.06.2018 14:09
von kassandro • 495 Beiträge

In der Talkshow von Markus Lanz trat am 21.06.2018 der frühere FBI-Chef James Comey auf:


Er vermarktet dabei sein mittlerweile ins Deutsche übersetztes Buch. was laut Markus Lanz aber keine Abrechnung mit Trump ist. Durch diese absurde Behauptung bezeugt der Moderator nur seine mangelhafte Nautralität, die sich wie einer roter Faden durch das ganze Interview zieht. Obwohl Comey sicherlich verbittert ist, ist er als wertvoller Zeitzeuge einzustufen. Meiner Meinung nach hat er sich stets bemüht, sein Amt politisch neutral auszuüben, und Trump verdankt ihm möglicherweise seine Präsidentschaft. Als nämlich Washington Post und New York Times ihre Tiefschlag-Kampagne mit Trumpschen Sexgeschichten inszenierten, lenkte Comey die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von diesem Schmutzkübel ab, indem er die öffentlich die Untersuchungen zu Clintons E-Mail-Affäre wiederaufnahm. Comeys Entlassung war ein schwerer Fehler von Trump. Dieser muss sich daran gewöhnen, dass er nicht allmächtig ist, und das FBI nicht sein Handlanger ist. Comey macht dieses inakzeptable Verhalten von Trump öffentlich und das ist gut so.


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#9

RE: In Trump we trust

in Ohne Photo 25.07.2018 14:13
von kassandro • 495 Beiträge

Die dümmsten Zölle aller Zeiten schlagen sich überraschend schnell in den Unternehmensberichten amerikanischer Unternehmen nieder.Besonders bemerkenswert ist der Gewinnwarnung des Waschmaschinenherstellers Whirlpool, der eigentlich von Schutzzöllen profitieren sollte. Auch Coca Cola & Co stöhnt unter den Dummzöllen.. Im jüngsten Quartalsbericht von Boeing hat der Handelskrieg hingegen noch kaum Niederschlag gefunden. Jetzt muss man die Berichte und Ausblicke von Ford und GM abwarten.
Die Gegenmaßnahmen anderer Länder haben bislang vor allem die US-Landwirtschaft getroffen und die Bauern sind Stammwähler der Republikaner. Fleisch staut sich in den Kühlhäusern, weil die USA wegen Gegenzöllen weniger nach Mexiko, China und Brasilien exportieren können:


Besonders hart sind Soya-Bohnen Bauern betroffen. Trump sieht sich sogar zu einem Hilfsprogramm für die Soya-Bauern gezwungen. Hier braut sich etwas zusammen.
Trump hat die sehr positive Wirtschaftsentwicklung übermütig, wenn nicht gar größenwahnsinnig gemacht. Dieser Tweet ist besorgniseregend. Er kann unmöglich einen Handelskrieg gegen die ganze Welt gewinnen. Selbst ein Handelskrieg allein gegen China, wofür es ziemlich breite Unterstützung gibt, ist schwer zu gewinnen. Wenn Trump nicht umsteuert, wird sich die Welt gegen ihn verbünden. Allerdings hat Trump in der Vergangenheit bewiesen, dass er sehr schnell umsteuern kann.


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