#1

In Trump we trust

in Ohne Photo 24.04.2018 08:41
von kassandro • 476 Beiträge

Nein, ich vertraue keinem Politiker, schon gar nicht Donald Trump, aber der Spruch ist einfach so herrlich provokant. Abgeleitet wurde er von In God we trust, der auf jeder Münze und jedem Geldschein der USA geprägt oder gdruckt ist. Das ist sogar gesetzlich so geregelt. Dank des markanten Vorderreims von "trust" auf "Trump" klingt er sogar besser als das Original. Außerdem wird "God" durch "Trump" ersetzt, was Gutmenschen zusätzlich provozieren würde, wenn sie denn diese Raffinesse überhaupt mitbekommen. Ich bin nicht der erste, der auf diesen genialen Spruch gekommen ist. Gutmenschen-Schreck Ann Coulter publizierte ein gleichnamiges Buch und es gibt unzählige mit diesem Spruch bedruckte T-Shirts. Tatsächlich haben viele der Anhänger von Donald Trump ein geradezu biblisches Vertrauen in ihr Idol und daran hat sich auch wenig durch die Realität nach der Wahl geändert. Trump hat sich in bemerkenswerter Weise darum bemüht seine Wahlversprechungen umzusetzen. Wo ihm das nicht gelungen ist, hätten anmaßende Richter und der Kongress das verhindert. Mit dem Slogan "Promises Made Promises Kept" zieht er dann auch durch's Land und es werden sogar schon Trump Münzen mit diesem Spruch hergestellt:


"In Trump we trust" wäre dafür allerdings viel besser geeignet. Insgesamt treibt Donald durch auf vielen Produkten eingebrannten Parolen wie "America First", "Make America Great Again" und natürlich "In Trump We Trust" seine Ikonisierung voran und wird immer mehr zur konservativen Anti-Establishment Marke. So etwas war bislang nur linken Idolen vorbehalten, aber das Blatt hat sich gewendet. Seit einiger Zeit repräsentiert der Gutmensch das Establishment und terrorisiert durch beispiellose Bevormundung die Welt. Die 68er - sie feiern gerade ihr fünfzigjähriges Jubiläum - haben erfolgreich den Marsch durch Institutionen angetreten. Es regt sich Widerstand gegen den Marsch in den Gutmenschen-Faschismus und der Sieg Trumps bei den Präsidentschaftswahlen 2016 ist unzweifelhaft dessen mit Abstand bislang größter Erfolg. Trump hat fast gegen die gesamten Medien, gegen einen Großteil seiner eigenen Patei und mit halb so viel Geld wie seine Gegnerin diesen bemerkenswerten Sieg errungen. Die "Lügenpresse" hat nichts unversucht gelassen, Trump zu verhindern. Höhepunkt war sicherlich das von der Watergate-Zeitung Washington Post initiierte Pussygate. Durch solche sachfremde Kampagnen mit denen man erfolglos die Trump-Unterstützung konservativer aber auch an eheliche Treue glaubender Menschen erschüttern wollte, haben sich Washington Post und New York Times als charakterlose Dreckschleudern geoutet. Lustigerweise mündete diese Kampagne in die MeToo-Bewegung ein, die die gute alte Besetzungscouch in Verruf brachte und auch vielen Gutmenschen den Kopf kostete. Trump aber überwand selbst diesen Dreck. Wer ihn trotzdem für einen Dummkopf hält, der ist es selber.


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#2

RE: In Trump we trust

in Ohne Photo 03.05.2018 11:31
von kassandro • 476 Beiträge

Trumps auffälligste Eigenschaft ist seine enorme Egomanie. So etwas sieht man fast nur bei Kindern und führte dazu, dass viele ihn für nicht richtig bei Verstand halten. Ich hab Trump in den 80er jahren in den USA erlebt, als ich dort lebte. Er machte damals seinem Ego entsprechende Investitionen wie das Taj Mahal in Atlantic City und kaufte die Fluglinie Eastern Shuttle und nannte sie Trump Shuttle. Damals dachte ich, dass dieser Verrückte die von seinem Vater aufgebaute Firma schnell gegen die Wand fahren würde, und die meisten dieser Investitionen liefen auch schief. Aber Trump überlebte alle Krisen der vergangenen drei Jahrzehnte. Er muss offenbar dazugelernt haben und geschickt organisierte er seine Firme so, dass der Zusammenbruch eines Unternehmensteil nicht das ganze Imperium zum Einsturz bringen konnte. Auch wenn es später immer wieder Pleiten gab, dieser Mann ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und kann nicht dumm sein. Der Mann hat mit halb so viel Geld, gegen einen erheblichen Teil der eignenen Partei und fast gegen die gesamte Medien die Präsidentenwahlen gewonnen. Wer ihn für dement hält, ist es selber.
Trumps zweite Negativeigenschaft ist seine ungeheure Rachsucht und Unbeherrschtheit. Typisch hierfür ist die Entlassung von FBI-Chef James Comey, weil dieser sich nicht zu seinem Hilfssheriff machen lassen wollte. Das war ein schwerer Fehler und Trump möchte auch gerne den Sonderermittler Robert Mueller und den für Trump zuständigen Vizejustizminister Rod Rosenstein, was ein noch schlimmerer Fehler wäre. Trump erwartet unbedingten Gehorsam von seiner Regierung.


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zuletzt bearbeitet 03.05.2018 12:19 | nach oben springen

#3

RE: In Trump we trust

in Ohne Photo 09.05.2018 21:02
von kassandro • 476 Beiträge

Eng verbunden mit seiner Unbeherrschtheit ist seine Unberechenbarkeit. Da hat so mancher Tweet ein kleines Börsenchaos ausgelöst. Am Ende war alles nicht so schlimm und selbst die Börsianer sind mittlerweile einigermaßen abgehärtet gegenüber solchen Aktionen. Unsere Lügenstrolche dämonisieren regelrecht seine Unberechenbarkeit, kombinieren sie mit seiner angeblichen Demenz und malen einen von ihm ausgelösten Atomkrieg an die Wand. Selbst die Leiterin unseres örtlichen Supermarkts bekannte mir gegenüber ihre Angst vor Trump. Ich hab sie beruhigt. Sicherlich ist eine solche Gefahr bei Trump um eine Vielfaches höher als bei Obama, aber doch immer noch verschwindend gering. Zu gering, um sich darüber zu sorgen. Trump ist zwar oft schrill in seinen Worten aber durchaus vorsichtig in seinen Taten. Das sieht man bei der Auseinandersetzung um Zölle oder auch bei der Aufkündigung des Iran-Abkommens. Trump will ständig einen Deal machen - das ist eine seiner Kardinaleigenschaften - und da ist es eine übliche Verhandlungstaktik, dass man erst mal lautstark irgendwelche Maximalforderungen erhebt, um sich dann irgendwo in der Mitte zu einigen. Das mag vielen als Wild West Manieren erscheinen, aber die Welt wird sich darauf einstellen müssen.


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