#1

Breeders' Cup Distaff 1988 - Personal Ensign

in Geschichte 01.01.2026 11:29
von kassandro • 3.314 Beiträge

Der Breeders' Cup Distaff ist eigentlich nur ein kleines mit momentan 2 Mio. Dollar dotiertes Rennen im Rahmenprogramm des alljährlich Anfang November staatfindenden zweitägigen Breeders'' Cup Meetings. Es wird auf Sand über die Distanz von 9 Furlongs, also etwa 1800m, gelaufen. Teilnehmen dürfen nur dreijährige und ältere Stuten.
Die Ausgabe von 1988 war die mit Abstand best besetzte und spektakulärste. Die drei besten Stuten ihrer Zeit traten gegeneinander an. Da ist einmal Goodbye Halo, Halos beste Tochter auf der Rennbahn, 7- fache Gruppe I Siegerin und Gewinnerin der Kentucky Oaks von 1988. Im selben Jahr gewann die Frontrennerin Winning Colors sogar das Kentucky Derby, was bislang nur drei Stuten gelungen ist. Die dritte Teilnehmerin, damals 4 Jahre alt, war Personal Ensign, ohne Zweifel eine der besten Stuten aller Zeiten. Sie erlitt zweijährig einen Fesselbeinbruch, der oft tötlich aber auf jeden Fall das Ende der Rennkarriere bedeutet. Personal Ensign aber kämpfte sich dreijährig auf die Rennbahn zurück, verpasste aber natürlich die klassischen Rennen. Vierjährig holte sie dann zu einem spektakulären Siegeszug aus, an dessen Ende eben jenes Breeders' Cup Rennen stand, mit dem sie auch ihre große Rennkarriere ungeschlagen beenden wollte. Die Umstände waren gegen sie. Sie mochte sumpfigen Boden überhaupt nicht und auch der Rennverlauf war gegen sie:


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zuletzt bearbeitet 01.01.2026 16:28 | nach oben springen

#2

RE: Breeders' Cup Distaff 1988 - Personal Ensign

in Geschichte 11.01.2026 10:04
von kassandro • 3.314 Beiträge

Personal Ensigns Pedigree ist eher unauffällig. Ihr Vater Private Account und auch ihr Großvater Damascus waren sehr gute Vererber und zumindest die Hengstlinie von Damascus ist noch heute aktiv. Insbesondere aber Damascus, der auch ein herausragendes Rennpferd war und in die Hall of Fame aufgenommen wurde, ist heute vergessen. Es handelt sich um die Hengstlinie von Teddy. Der zweite Vater Hoist the Flag, der als Enkel des legendären Ribots einiges von dessen Genialität geerbt hat, ragt irgendwie aus ihrem Pedigree heraus. Sein Jockey Jean Cruguet, der auch den legendären Seattle Slew zur Triple Crown geritten hat, bezeichnet ihn als das beste Pferd seiner Karriere und eigentlich unschlagbar. Einmal wurde er allerdings durch Disqualifikation geschlagen. Auf dem Weg zum Derby brach er sich ein Bein, konnte aber gerettet werden. Es ist die Ironie der Geschichte, dass nicht nur Ribots bester Enkel sondern auch Ribots bester Sohn Graustark, beide eigentlich unschlagbar, sehr früh ihre Rennkarriere beenden mussten. Hoist the Flag brach sich mit 12 Jahren erneut ein Bein und musste dann aufgegeben werden. Bis dahin war er ein sehr guter Vererber. Man kann sagen die Linie der Unbesiegbarkeit vererbte sich von Enkel zu Enkel: Ribot -> Hoist the Flag -> Personal Ensign.
Personal Ensigns rechter Bruder Personal Flag war ebenfalls ein sehr erfolgreiches Rennpferd und Deckhengst. Auf dem zweiten Blick kann man also Personal Ensigns Pedigree doch eine Menge Qualität finden.


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